Zum Bericht „Große Freude über Förderbescheid“ vom 12. Februar:
Das gigantische Projekt mit einem Investitionsvolumen von 20 Millionen Euro (oder auch noch mehr) stelle ich massiv in Frage. Kann es nachhaltig sein, den Klimawandel mit mehr Schneekanonen zu bekämpfen, die Beschneiungsfläche auszuweiten, den Speichersee zu verdoppeln und die Liftkapazität erheblich zu vergrößern für eine trotzdem immer kürzer werdende Wintersaison?
Für mich ist der Wettlauf für Skigebiete auf 1000 Meter Meereshöhe nicht zu gewinnen, das hat nichts mit Nachhaltigkeit zu tun. Mehr Strom- und Wasserverbrauch, mehr Parkplätze, mehr Übernachtungskapazität und Personaleinsatz für kurze Zeit, das wird sich auch auf die Wirtschaftlichkeit nicht positiv auswirken.
Für eine ernst gemeinte Sommernutzung wäre nur ein Bruchteil der geplanten Investitionssumme notwendig und es bräuchte keine Erweiterung der Beschneiungsfläche, Vergrößerung des Speichersees und leistungsfähigere Skilifte. Für so viel Geld könnte man wirklich viele andere Baustellen im Landkreis bedienen. Man denke nur an die Hallenbäder, ÖPNV/Bahnanbindung, Radwegenetz, an die Wirtshausstruktur und vieles mehr…
Aber, wenn die zwei bayerischen Regierungsparteien sich einig sind und Geld unter das Volk schmeißen (unser Geld), dann ist der Widerstand zwecklos. Den größten Batzen müssen trotzdem Landkreis und Gemeinde selbst aufbringen.
Antje Laux,
Kreisvorsitzende
Bündnis 90/Die Grünen
Freyung-Grafenau
 

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