Freyung-Grafenau http://www.gruene-frg.de Der Kreisverband Freyung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellt sich vor http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/wir_bezirks_gruene_bereiten_uns_konsequent_auf_die_wahlen_vor/ Wir Bezirks-Grüne bereiten uns konsequent auf die Wahlen vor http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/wir_bezirks_gruene_bereiten_uns_konsequent_auf_die_wahlen_vor/ http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/wir_bezirks_gruene_bereiten_uns_konsequent_auf_die_wahlen_vor/ Der Bezirksverband der niederbayerischen Grünen veranstaltete in Deggendorf einen Seminartreffen.... Der Bezirksverband der niederbayerischen Grünen veranstaltete in Deggendorf einen Seminartreffen. Unter der Leitung der Bezirksvorsitzenden Mia Goller (Rottal) und Jens Schlüter (Zwiesel) tauschten sich 50 Teilnehmer - darunter viele neue Parteimitglieder - mit erfahrenen Regional- oder Bundespolitikern aus, um für die Kommunalwahl 2020 ihr Potential möglichst gut zu nutzen.

 

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Thu, 24 Oct 2019 09:27:00 +0200
http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/toni_schuberl_berichtet_aus_der_landtagsarbeit/ Toni Schuberl berichtet aus der Landtagsarbeit http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/toni_schuberl_berichtet_aus_der_landtagsarbeit/ http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/toni_schuberl_berichtet_aus_der_landtagsarbeit/ Zu seinem ersten Bürgergespräch in Thurmansbang unter dem Titel: „Alle reden vom Klima – auch im... Zu seinem ersten Bürgergespräch in Thurmansbang unter dem Titel: „Alle reden vom Klima – auch im Landtag?“ hatte Toni Schuberl, grüner Abgeordneter im Bayerischen Landtag, in den Gasthof „Zur Post“ geladen. Mit klaren Worten beschrieb er seine Sicht der aktuellen Klimasituation und auch die Auswirkungen hier regional im Bayerischen Wald: „Wir müssen uns von den bekannten Baumarten in unseren Wäldern verabschieden. Eine Fichte wird es bald nicht mehr geben – denn wenn von einer weltweiten 2°C Erhöhung der Durchschnittstemperatur gesprochen wird, bedeutet das für unsere Region nach wissen- schaftlichen Aussagen eine Erhöhung um etwa 4°C“. Schuberl weiter: „Alle Prognosen gehen davon aus, dass die Winter deutlich wärmer werden – Hitzewellen mit tagelang bestehenden hohen Temperaturen werden die Sommer prägen“. Im Landtag versuchen wir sehr konsequent mit konstruktiven Vorschlägen das angestrebte 1,5°C Ziel zu ermöglichen. Zum Beispiel sollte der Umstieg auf umweltfreundliche Alternativen zum Auto erleichtert werden, flächendeckend müsste der Aufbau von stündlichen Anbindungen mit Bus und Bahn an jedem Werktag von 5 bis 24 Uhr endlich zu erreichen sein und für die Vorbildfunktion jeder Kommune ist es einfach, nur noch echten Ökostrom in den eigenen Liegenschaften zu verwenden.“ Und der Wirtschaft Planungssicherheit zu geben, indem klar kommunizierte Termine für ein Auslaufen der verschiedenen fossilen Energien genannt werden.

Auf die Frage einer Teilnehmerin nach dem „Klima im Landtag“ mit den aktuellen Parteien meinte Schuberl: „Innerhalb unserer stark verjüngten 38-köpfigen Fraktion herrscht ein ausgesprochen offenes, ausgeglichenes Klima. Die Situation mit drei weiteren Oppositions- parteien ist innerfraktionell durchaus fair - aber gemeinsam äußerst kühl gegenüber der rechten, eher hilflos agierenden AfD-Fraktion.“

 


Toni Schuberl wurde 1983 geboren und lebt mit seiner Familie in Daxstein am Brotjacklriegl. Der Jurist und Historiker ist seit 1999 Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen und auf kommunaler Ebene politisch engagiert. Seit November 2018 ist er Abgeordneter des Bayerischen Landtags und Rechtspolitischer Sprecher seiner Fraktion.

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Thu, 24 Oct 2019 09:06:00 +0200
http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/ich_moechte_nicht_landrat_werden/ „Ich möchte nicht Landrat werden“ http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/ich_moechte_nicht_landrat_werden/ http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/ich_moechte_nicht_landrat_werden/ Toni Schuberl wird in Passauer Kreistag verabschiedet, weil er nach FRG zieht – Als Landrat will er... Toni Schuberl wird in Passauer Kreistag verabschiedet, weil er nach FRG zieht – Als Landrat will er hier aber nicht kandidieren

Von Jennifer Jahns und Gudrun Wanninger

FRG/Neuburg an Inn. Links im Saal und ganz vorne war der Platz von Toni Schuberl bei den Kreistagssitzungen im Passauer Landkreissaal auf Schloss Neuburg am Inn. Wurden dem Landrat unbequeme Fragen gestellt, kamen sie so manches Mal aus dieser Ecke. Fünf Jahre lang hat der Grünen-Abgeordnete sich unerschrocken für seine ökologischen Standpunkte eingesetzt, jetzt aber hat Toni Schuberl seinen Stuhl freigemacht für einen Nachfolger. Grund: Schuberl ist in den Landkreis Freyung-Grafenau gezogen, nach Zenting.
Anfang September hatte er seinen Rücktritt in einem Brief an Passaus Landrat Franz Meyer angekündigt, nun wurde er vom Passauer Kreistag offiziell entlassen und verabschiedet.
Jetzt also Wohnort Zenting, Freyung-Grafenau. Da hat die örtliche PNP einmal bei Schuberl nachgehakt: Hat er dann hier politische Ambitionen, will er etwa in einem Gremium aktiv werden? Oder bei den Wahlen im kommenden Jahr gar für den FRG-Landratsposten kandidieren?
„Ich bin ein politischer Mensch und ich möchte auch auf kommunaler Ebene in meiner neuen Heimat aktiv sein“, sagt Schuberl auf Anfrage. „Das muss ich aber noch mit dem Kreisverband der Grünen in Freyung-Grafenau konkret besprechen. Da will ich mich nicht aufdrängen.“
In Sachen Landrats-Posten sagt Schuberl indes ganz klar: „Als Landrat werde ich nicht kandidieren. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Mandat als Abgeordneter und ich möchte nicht Landrat werden. Also kandidiere ich auch nicht.“
Bei seiner Abschiedsrede im Passauer Kreistag wollte Schuberl gar nicht so sehr sich in den Vordergrund stellen – dafür aber eines seiner politischen Vorbilder, nämlich seinen Großvater, Franz Schuberl, Mitbegründer der CSU im Landkreis Passau und Inhaber zahlreicher politischer Ämter. Unter anderem war Großvater Schuberl 30 Jahre lang Mitglied im Passauer Kreistag, acht Jahre als stellvertretender Landrat. „Auch aus diesem Grund war es mir eine Ehre, Mitglied in diesem Kollegium gewesen zu sein“, sagte Schuberl. Hätte der Großvater seinen Enkel als Grünen-Politiker erlebt, hätte es sicher allerhand Kontroversen gegeben, meinte Schuberl. Sicher aber ist er, dass sie die Liebe zur Natur geeint hätte und damit auch die Kritik am Flächenverbrauch, die Sorge um den Zustand der Wälder und das dringende Interesse, den Klimawandel zu stoppen.
Es habe, so Schuberl, auch mit den Kreistagskollegen die ein oder andere Auseinandersetzung gegeben. „Wir haben hier viel und hart gestritten“, erinnerte er sich. „Dabei gab es durchaus eine Aufgeschlossenheit, manche grünen Anträge mitzutragen“, stellte Schuberl aber auch anerkennend fest und verwies auf den ÖPNV-Antrag der Grünen, der auf einen gemeinsamen Tarif und Verkehrsverbund abgezielt habe und nun Früchte trage. Für die Interessen der Region bleibe er als Abgeordneter trotz seines Abschieds aus dem Landkreis Passau auch weiterhin ein Ansprechpartner, versicherte er dann.
Auch in Erinnerung an so manchen Schlagabtausch zwischen Grünen-Politiker Schuberl und seiner Person lobte Landrat Franz Meyer doch die Gespräche, die immer von Respekt und Offenheit geprägt gewesen seien. „Ich habe unsere Zusammenarbeit sehr geschätzt, auch wenn wir inhaltlich nicht immer einer Meinung waren“, sagte Meyer.
Einstimmig billigten die Kreisräte die Niederlegung von Schuberls Mandat und das Nachrücken des Listennachfolgers: Robert Steinbauer, der für Bündnis 90/Die Grünen im Gemeinderat Aldersbach sitzt, wurde als Passauer Kreisrat vereidigt.

Quelle: Passauer Neue Presse vom 22.10.2019

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Wed, 23 Oct 2019 08:59:00 +0200
http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/robert_steinbauer_uebernimmt_von_mdl_toni_schuberl-2/ Robert Steinbauer übernimmt von MdL Toni Schuberl http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/robert_steinbauer_uebernimmt_von_mdl_toni_schuberl-2/ http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/robert_steinbauer_uebernimmt_von_mdl_toni_schuberl-2/ Auf der jüngsten Fraktionssitzung der GRÜNEN im Passauer Kreistag übergab MdL Toni Schuberl sein... Auf der jüngsten Fraktionssitzung der GRÜNEN im Passauer Kreistag übergab MdL Toni Schuberl sein Mandat an Robert Steinbauer aus Aldersbach. Schuberl hat in Zenting ein altes Bauernhaus zu seinem neuen Wohnsitz umgebaut. Künftig wird daher sein Lebensmittelpunkt im Landkreis Freyung-Grafenau sein, wo er auch politisch aktiv sein wird.

Im Namen der gesamten GRÜNEN-Fraktion bedankte sich Fraktionsvorsitzender Eike Hallitzky bei Schuberl für dessen großartigen Einsatz für den Schutz der Lebensgrundlagen. „Sparsamerer Flächenverbrauch, Verbesserung der Artenvielfalt, Einsatz für einen Verkehrsverbund mit der Ilztalbahn als Rückgrat, Schutz des Wassers, unseres wichtigsten Lebensmittels – es gibt viele Zukunftsthemen, die Toni Schuberl vorangebracht hat.“ Schuberl sagte eine weitere enge Zusammenarbeit zu: „Ich bleibe ja euer Landtagsabgeordneter!“

Robert Steinbauer geht voll motiviert an seine neue Aufgabe: „Ich trete gerne und mit ganzer Kraft in die Fußstapfen von Toni Schuberl, auch wenn die ziemlich groß sind.“ Gerade in der Verkehrspolitik ist der langjährige Gemeinderat aus Aldersbach Experte. Sein Ziel ist weniger überteuerte oder unsinnige Straßenbau-Projekte und mehr Vernetzung von Bussen und Bahnen – auch über die Landkreisgrenzen hinweg. „Klimaschutz bedeutet auch eine umweltfreundlichere Mobilität wirklich zu wollen und durchzusetzen.“ Hallitzky freut sich auf den neuen Fraktionskollegen: „Robert Steinbauer, das heißt: klare inhaltliche Positionen und eine klare Haltung. Ideale Voraussetzungen für unsere Kreistagsfraktion, um weiter kraftvoll für die Zukunft des Passauer Landes zu arbeiten.“

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Tue, 15 Oct 2019 11:23:00 +0200
http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/globaler_klimastreik_von_fridays_for_future/ Globaler Klimastreik von Fridays For Future http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/globaler_klimastreik_von_fridays_for_future/ http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/globaler_klimastreik_von_fridays_for_future/ Die Organisator*innen von Fridays For Future rufen zum Globalen Klimastreik auf. Unterstütze auch... Die Organisator*innen von Fridays For Future rufen zum Globalen Klimastreik auf. Unterstütze auch du FFF und kämpfe für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen und für konsequenten Klimaschutz.

Weitere Infos findest du unter Fridays For Future Deutschland oder AlleFürsKlima

 

Graphik-Quelle: klima-streik.org

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Sat, 07 Sep 2019 14:40:00 +0200
http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/toni_schuberl_tritt_als_passauer_kreisrat_zurueck-1/ Toni Schuberl tritt als Passauer Kreisrat zurück http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/toni_schuberl_tritt_als_passauer_kreisrat_zurueck-1/ http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/toni_schuberl_tritt_als_passauer_kreisrat_zurueck-1/ Der Grüne lebt inzwischen im Landkreis Freyung-Grafenau – Landrat will er nicht werden Von Tanja... Der Grüne lebt inzwischen im Landkreis Freyung-Grafenau – Landrat will er nicht werden

Von Tanja Rometta und Andreas Meyer

Passau/FRG. Seit 2014 sitzt er für die Grünen im Passauer Kreistag und im Verkehrsausschuss, wo er hartnäckig Themen wie den Flächenverbrauch im Landkreis oder die Nordtangente anprangert und dabei keine Diskussion scheut. Nun teilte Toni Schuberl in einer E-Mail an den Passauer Landrat mit, dass er sein Amt als Kreisrat niederlegen möchte – eine Konsequenz aus seinem Umzug in den Landkreis Freyung-Grafenau.

„Ich habe, wie Du wahrscheinlich weißt, einen alten Bauernhof am Brotjacklriegel in Daxstein saniert und wohne seit einiger Zeit dort“, schreibt Schuberl in einer E-Mail an Landrat Franz Meyer. „Mein Haus ist zwar nur zwölf Kilometer Luftlinie von meinem Elternhaus in Eging entfernt und ich kann von dort aus das Dreiburgenland und weite Teile unseres nördlichen Landkreises Passau überblicken. Doch Zenting, meine neue Heimatgemeinde, liegt bereits im Landkreis Freyung-Grafenau.“

Rechtlich gesehen wäre das, seit 2014 das Wahlgesetz geändert wurde, kein Grund, warum Schuberl nicht mehr Kreisrat in Passau bleiben könnte, hat er doch einen Nebenwohnsitz in Eging. Trotzdem wolle er sein Amt zum 30. September niederlegen, wie er schreibt. „Ich weiß, dass ich 2020 nicht mehr im Landkreis Passau antreten werde. Da ist es doch klüger, meinem Nachfolger das halbe Jahr Zeit zu geben, sich im Kreistag einzuarbeiten. Ihm bringt das mehr als mir – und der Fraktion personelle Kontinuität“, nennt Schuberl der PNP seine Beweggründe.

Schuberl indes fällt der Abschied aus dem Passauer Kreistag schwer, wie er sagt. „Weil es spannende Zeiten waren und wichtige Themen auch noch anstehen.“ Flächenverbrauch, Ilztalbahn, Naturschutzgebiete, Nordtangente – auch wenn die Diskussionen in den Kreistagsgremien oft sehr kontrovers waren, so habe man doch gemeinsam vieles erreicht. „Uns beide eint der Wunsch, das Beste für unsere Heimat zu bewirken“, heißt es in Schuberls E-Mail an Franz Meyer.

Dass ihn Schuberl in dem sehr persönlichen Brief über seine Entscheidung und die Beweggründe informiert hat, würdigt Meyer ausdrücklich. Die Entscheidung kann er nachvollziehen: Es sei „folgerichtig, dass sich die reale Lebenssituation nun auch im Mandat niederschlage“ und Schuberl als Bürger des Landkreises Freyung-Grafenau die Konsequenzen gezogen habe.

Ob sich Schuberl nun auch im Freyunger Kreistag engagiert? „Das muss ich mit den Grünen vor Ort besprechen, aber klar, ich bin ein politischer Mensch und werde mich in meiner Region sicher einbringen“, sagt er. „Als MdL sowieso, was darüber hinaus kommt, wird sich zeigen.“

Bei den Grünen im Landkreis Freyung-Grafenau ist unterdessen die Freude über den Wechsel Schuberls groß. „Wir sind natürlich sehr froh, so einen engagierten und kompetenten Mann nun in unseren Reihen zu haben“, sagt der Kreisvorsitzende Hans Madl-Deinhart. Für die kommende Kreistagswahl dürfe sich Schuberl einen Platz aussuchen, allerdings nur einen „geraden“. Die „ungeraden“ Plätze sind bei den Grünen für Frauen reserviert.

Spekulationen um eine mögliche Landratskandidatur in Freyung-Grafenau zerstreute Schuberl aber am Rande der Gründung des Perlesreuter Grünen-Ortsverbands. „Ich bin mit Leib und Seele Landtagsabgeordneter. Als Landrat werde ich deshalb nicht kandidieren“, sagte Schuberl.

Quelle: Passauer Neue Presse vom 07.09.2019

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Sat, 07 Sep 2019 11:44:00 +0200
http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/gruene_welle_erreicht_das_land/ Grüne Welle erreicht das Land http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/gruene_welle_erreicht_das_land/ http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/gruene_welle_erreicht_das_land/ In Perlesreut wurde der erste Grünen-Ortsverband im Landkreis Freyung-Grafenau gegründet Von...  

In Perlesreut wurde der erste Grünen-Ortsverband im Landkreis Freyung-Grafenau gegründet

Von Andreas Meyer

Perlesreut. In Bayern sind sie seit der Landtagswahl zweitstärkste Kraft, in bundesweiten Umfragen nur noch knapp hinter der Union – keine Frage, die Grünen befinden sich derzeit auf einem Höhenflug. Und das nicht nur auf Landes- oder Bundes-, sondern auch auf kommunaler Ebene. 85 Grünen-Ortsverbände seien seit der letztjährigen Landtagswahl alleine in Bayern gegründet worden, sagt der Landesvorsitzende Eike Hallitzky stolz. Nun erreicht die „grüne Welle“ auch den Landkreis Freyung-Grafenau: In Perlesreut wurde der erste Ortsverband im Landkreis gegründet.

„Es ist eigentlich eine Sensation. Vor zehn Jahren wurden für unsere grünen Ideen noch belächelt und nun haben wir auch im Bayerischen Wald Ortsverbände. Wir sind auf dem Land angekommen“, freute sich der Bezirksvorsitzende Jens Schlüter. Er kam ebenso wie Hallitzky und die beiden Landtagsabgeordneten Toni Schuberl und Tessa Ganserer zur Gründung ins Gasthaus Hafner. Knapp 40 weitere Gäste, darunter auch Nicht-Mitglieder, sorgten dafür, dass der Nebenraum fast zu klein wurde. „Daran sieht man, wie groß das Interesse ist“, sagte Hallitzky.

Als Grund für den Höhenflug seiner Partei macht der Landesvorsitzende die gesellschaftspolitischen Entwicklungen im vergangenen Jahr aus. Die Fridays for Future-Bewegung, die Diskussion um das Polizeiaufgabengesetz, die klare Haltung gegen Rechts – all das spiele den Grünen in die Karten. „Wir bestimmen die politische Debatte, sei es beim Klimaschutz, beim Artenschutz, beim Kampf gegen Rechts oder bei Fragen des sozialen Zusammenhalts. Wir sind derzeit der Taktgeber, das sieht man ja auch daran, dass Ministerpräsident Markus Söder plötzlich ergrünt ist“, sagte Hallitzky. Dass so viele grüne Ortsverbände gegründet werden, freut den Landesvorsitzenden natürlich außerordentlich. „Die Menschen vor Ort erwarten, dass wir Gestaltungswillen zeigen. Es ist wichtig Präsenz zu zeigen, auch in den Kommunalparlamenten“, so Hallitzky.

Wie Hallitzky hofft auch MdL Tessa Ganserer, dass schon bald im Kreis FRG weitere Ortsverbände auf Perlesreut folgen. Ganserer, gebürtig aus Zwiesel und selbst transident, engagiert sich im Landtag vor allem für gesellschaftliche Randgruppen.

Engagement für Randgruppen  

„Es geht mir und den Grünen um gerechte Teilhabe für jeden Menschen, egal welcher Herkunft, welcher sexuellen Orientierung oder wie arm oder reich er ist. Die CSU schenkt nur der Mehrheit der Menschen Konzepte, nicht aber den Randgruppen“, bemängelt Ganserer. Als Beispiel nannte sie das Thema Mobilität auf dem Land. Klar könne man in Freyung-Grafenau beim ÖPNV keinen 120-Sekunden-Takt wie in Nürnberg erreichen, aber eine Verbesserung sei dringend notwendig. „Nur so können Menschen ohne Führerschein, Jugendliche, Senioren am gesellschaftlichen Leben teilnehmen“, so Ganserer. Sie schloss ihr Grußwort mit einem Appell: Der ländliche Raum, also auch der Landkreis Freyung-Grafenau, müsse für jeden attraktiv und ein Raum zum Leben sein. „Auch wenn man bunte Haare hat oder bisexuell ist“, so Ganserer. Es sei deshalb so wichtig, dass Grüne im Gemeindebereich für grüne Ideen und Werte eintreten und ihnen damit ein Gesicht geben. „Schön, dass ihr ein bunter Farbklecks seid“, so Ganserer an die Mitglieder des neuen Ortsverbandes gerichtet.

Der „grüne Farbklecks“ in Perlesreut, Ringelai und Fürsteneck besteht derzeit aus sieben Parteimitgliedern. Vier waren zu der Versammlung gekommen, drei bilden den Vorstand. Als Sprecher fungieren die 60-jährige Seniorenbetreuerin Inge Ilg und der 37-jährige Kino-Leiter HaJü Hödl. Als Schriftführer komplettiert Alexander Fürst das Vorstandstrio. In Ihrer Antrittsrede betonte Ilg, dass sie in Perlesreut eine „grüne Spur hinterlassen“, will.

„Wir besetzen Themen, die vielen auf der Seele brennen. Wir haben nur eine Welt, und in der sollten Mensch, Natur und Tier einen Platz haben. Unsere Devise ist: An morgen denken“, so Ilg.

Grüne Ideen für Perlesreut  

In Perlesreut habe sich in den vergangenen Jahren dank der Bürgermeister Eibl und Poschinger viel Gutes getan, der Markt sei auf einem guten Weg. Trotzdem gebe es Bereiche, die die Grünen-Sprecherin „anstoßen“ möchte. So möchte sie mehr Begrünung im Markt, das Thema Müllvermeidung müsse stärker in den Fokus rücken, Jung und Alt müssten mehr zusammengebracht werden und die Nachbarschaftshilfe müsse ausgebaut werden. Ganz besonders wichtig ist Ilg der Tierschutz. „Der spielt bei den Regierungsparteien leider kaum eine Rolle“. so Ilg. In Perlesreut schwebt ihr zum Beispiel eine Auffangstation für wilde Katzen vor.

HaJü Hödl stimmte seiner Co-Sprecherin in allen Bereichen zu. Besonders wichtig ist ihm, in Perlesreut und Umgebung die „Landflucht“ zu stoppen. „Es ist wichtig, dass sich jeder hier wohlfühlt“, so Hödl. Man wolle eine Anlaufstelle für Jedermann sein, auch deshalb soll es monatlich einen Stammtisch geben, bei dem auch Nicht-Mitglieder mitdiskutieren sollen. „Wir wollen was reißen in Perlesreut, Ringelai und Fürsteneck“, sagte Hödl. Bereits für die kommende Gemeinderatswahl wollen die Grünen um Hödl und Ilg eine Liste in Perlesreut stellen. „Da werden wird den gesamten Gemeinderat übernehmen und grüne Themen durchsetzen“, so Hödl mit verschmitztem Lächeln.

 

 

Quelle: Passauer Neue Presse vom 07.09.2019

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Sun, 01 Sep 2019 11:45:00 +0200
http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/schuberl_unterstuetzt_naturpark_bayerischer_wald/ Schuberl unterstützt Naturpark Bayerischer Wald http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/schuberl_unterstuetzt_naturpark_bayerischer_wald/ http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/schuberl_unterstuetzt_naturpark_bayerischer_wald/ Fürsteneck. Zu einem Informationsgespräch in der Naturpark-Infostelle im Schloss Fürsteneck...  Fürsteneck. Zu einem Informationsgespräch in der Naturpark-Infostelle im Schloss Fürsteneck hat sich Toni Schuberl (l.), Landtagsabgeordneter der Grünen aus Daxstein, mit dem zuständigen Gebietsvertreter des Naturparks an der Ilz Stefan Poost (r.) getroffen. Schuberl nannte den Naturpark eine wichtige Schutz- und Informationseinrichtung. Poost berichtete von seinen Gruppenführungen und auch Einzelanfragen von Anliegern, z.B. zum Bibermanagement. Poost beklagte sich aber auch über die aufflackernde Tendenz, dass Naturparke und Landschaftsschutzverbände gegeneinander ausgespielt werden. Schuberl dazu: „Ich bekräftige meine Unterstützung für den Naturpark Bayerischer Wald und ich schätze die Arbeit der Landschaftsschutzverbände außerhalb der Naturparke.“ Parallelstrukturen oder gar ein Konkurrenzverhalten seien kontraproduktiv.  − hoy/Foto: Schoyerer

Quelle: Passauer Neue Presse vom 10.08.2019

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Sat, 10 Aug 2019 12:09:00 +0200
http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/ein_bisserl_gruen_schadet_nicht_hajue_gruendet_1_ortsverband_in_frg-1/ "Ein bisserl Grün schadet nicht": HaJü gründet 1. Ortsverband in FRG http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/ein_bisserl_gruen_schadet_nicht_hajue_gruendet_1_ortsverband_in_frg-1/ http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/ein_bisserl_gruen_schadet_nicht_hajue_gruendet_1_ortsverband_in_frg-1/ HaJü Hödl zieht nach Perlesreut – und gründet dort den ersten Grünen-Ortsverband im... HaJü Hödl zieht nach Perlesreut – und gründet dort den ersten Grünen-Ortsverband im Landkreis

Von Jennifer Jahns

Perlesreut. "All eyes on us" steht als Tattoo auf der Brust von HaJü Hödl. Und tatsächlich sind einige Augen auf ihn gerichtet, wenn er mit seinen beiden Hunden im Arm, die Beine bunt tätowiert und die Haare in wechselnden Farben über den Perlesreuter Marktplatz geht. Der 37-Jährige zieht gerade in die Marktgemeinde. Und dort hat er viel vor: Hödl möchte den ersten Grünen-Ortsverband im Landkreis Freyung-Grafenau gründen. Warum? Da muss Hödl im PNP-Gespräch ein bisschen ausholen. "Den Ausschlag haben die Ergebnisse der Bundestagswahl vor zwei Jahren gegeben. Der starke Rechtsruck, außerdem die Tatsache, dass ökologisch nichts vorangeht - da dachte ich mir, es wäre an der Zeit, selbst politisch aktiv zu werden." Der Noch-Passauer trat daraufhin dem Kreisverband der Passauer Grünen bei. Zwei Gründe haben ihn dann aber mehr und mehr aufs Land verschlagen: Seit sieben Jahren ist Hödl Kino-Leiter in Freyung, dadurch wurde der Weg quasi geebnet. Und sein Lebenspartner Alexander Fürst stammt aus Perlesreut. Gemeinsam haben sie vor einiger Zeit beschlossen, zurück in Alexanders Heimatort zu ziehen. Derzeit erfolgt der Umzug von Passau in die Marktmitte von Perlesreut.

Hödl: Zu wenige Frauen und Junge in der Politik

Der Ort habe ihm sofort gefallen, sagt Hödl. "Es ist eine sehr süße Gemeinde, mit tollem gastronomischen Angebot und einer guten Lage mittig im Landkreis." Aber es fehle eben auch an manchen Punkten: "Wie in fast allen Gemeinden wurde der soziale Wohnungsbau verschlafen. Wenn man wachsen will, braucht man aber Wohnraum - für alle finanziellen Schichten." Und ganz allgemein aber auch speziell für Perlesreut meint er: "Sowohl was den Marktplatz aber auch politische Entscheidungen betrifft: Ein bisserl Grün würde oft nicht schaden." So findet er, dass in der Marktmitte deutlich zu wenig Bäume oder Grünflächen zu finden sind - "gerade an heißen Tagen würde das das Klima im Ort angenehmer machen, nachweislich die Temperatur leicht senken". Dass er nun direkt einen Grünen-Ortsverband gründet, war eher den Umständen geschuldet: "Als ich durch den Umzug nach Perlesreut auch den Kreisverband wechseln musste, hab' ich festgestellt, dass es ja nicht mal einen Ortsverband gibt." Da stand der Entschluss für die Gründung recht schnell fest. Die entsprechende Versammlung soll Anfang September stattfinden (siehe unten). Einige Interessierte konnte Hödl bereits für den neuen Ortsverband gewinnen, weitere sollen gerne noch folgen.

Wegzug wegen Mobbings: "Das darf nicht passieren"

Und: "Ich finde es schade, dass im Landkreis so wenige Frauen und junge Leute politisch engagiert sind", sagt der 37-Jährige. "Die meisten Gremien sind sehr männerlastig und vom Altersschnitt recht hoch. Dabei sollten die Stadt- oder Gemeinderäte ja die Bevölkerung abbilden - dementsprechend müssten eigentlich 50 Prozent der Räte Frauen sein." Diese Quote würde er gerne für seinen Ortsverband sehen. Und er hofft auf mehr junge Leute in der Politik: "Man sollte den Jungen mehr zutrauen und zuhören." So könnte er sich für Perlesreut alternative, weltoffene Festivals vorstellen, bei denen sich junge Bands präsentieren können - dies widerspreche sich keinesfalls mit der Tradition, die ebenso wichtig sei, sagt Hödl. Weitere Ziele, die der 37-Jährige gerne in Perlesreut umsetzen möchte: Den Plastikverbrauch reduzieren, einen Wochenmarkt mit regionalen Anbietern initiieren, das Wir- Gefühl stärken, den ÖPNV verbessern ("der ist aktuell eine mittelschwere Katastrophe") und jeden nach seiner Façon glücklich werden lassen. "Leben und leben lassen" - das ist Hödl wichtig. So finde er es nicht richtig, dass sich die aktuelle Politik in der Region nicht zu Minderheiten äußert. "Ich weiß von vielen Homosexuellen, die vom Land in die Stadt gezogen sind, weil sie in ihrem Dorf gemobbt wurden." Gerade in Zeiten von Landflucht, in denen man junge Leute halten möchte, dürfe so etwas nicht passieren. Und wie geht er persönlich damit um? Als bunter Hund - dazu noch zwei Hunde an der Leine oder auf dem Arm - fällt Hödl erstmal auf in Perlesreut. "Aussehen oder Sexualität haben nichts mit Politik zu tun. Da sollte es nur um Inhalte gehen." Und um Opposition. Um solch eine gehe es ihm nämlich auch. "Zusammenarbeit ist wichtig. Aber es braucht auch eine gesunde Opposition. Im echten Leben ist man ja auch nicht immer einer Meinung. Ohne Opposition ist das politische Leben doch langweilig."

Grüne Forderungen ja - aber mit Bodenhaftung

Auch wenn Hödl grüne Themen nach vorne bringen möchte − er wisse auch, dass man bei manchen Forderungen nicht realitätsfern werden darf: "Natürlich fände ich es gut, wenn man aufs Auto verzichten könnte. Aber aktuell ist der ÖPNV eben noch nicht so weit. Was würde es da bringen, zu rufen: ,Schafft alle Autos ab!'?" Vielmehr hoffe er auf einen Regel- verkehr der Ilztalbahn, "damit wäre ein wichtiger Schritt ge- tan". Hödl hofft, dass der Perlesreuter Ortsverband nur ein Anfang ist: "Vielleicht lassen sich ja noch andere Orte von dem frischen Wind anstecken." In Perlesreut wolle man jedenfalls nach der Gründung monatliche Stammtischrunden abhalten, an denen über grüne Themen gesprochen wird - "und zu denen jeder kommen und mitreden kann". Sein Ziel: "Ehrliche Politik, die nah am Bürger ist." Aber das will doch jeder...? "Stimmt. Aber wir meinen's ernst", sagt Hödl. "Wir tun uns leicht: Wir sind ganz neu, stecken noch nicht drin in der örtlichen Politik - und können dementsprechend unbequeme Fragen stellen." Er macht sich nichts vor: "Als Grüner am Land musst du sowieso davon ausgehen, dass du viel Gegenwind bekommst. Aber jeder kann mit uns das Gespräch suchen; um eventuell mit ein paar Klischees aufzuräumen - oder um sie bestätigt zu sehen."

Und die Wahlen...?

Die Zeit ist fast ein bisschen knapp - und trotzdem: Will Hödl mit den örtlichen Grünen bereits im kommenden Jahr bei den Kommunalwahlen aktiv werden? "Ja", sagt er ganz klar. "Wir werden in Perlesreut mit einer Liste antreten." Eine Bürgermeisterwahl steht dann ja nicht an: Gerhard Poschinger wurde erst im Januar außertourlich gewählt - deshalb könne und wolle Hödl zu dessen Politik noch gar nichts sagen. Der 14-köpfige Gemeinderat wird jedoch neu gewählt. Hödl ist zuversichtlich: "Wir hoffen auf einen Platz im Ge- meinderat. Aber wenn's 14 werden, sind wir auch nicht böse..."

GRÜNDUNGSTERMIN

Am 5. September um 19 Uhr findet die Gründungsversammlung des Perlesreuter Grünen-Ortsverbands im örtlichen Gasthaus Hafner statt. Alle Interessierten sind dazu eingeladen. HaJü Hödl, der neben einer Frau Sprecher des neuen Ortsverbands werden wird, bittet zur besseren Planung vorab um kurze Info per Mail unter hj.hoedl(at)live.de

Quelle: Passauer Neue Presse vom 07.08.2019

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Wed, 07 Aug 2019 18:24:00 +0200
http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/das_rueckgrat_fuer_einen_klimafreundlichen_verkehr_gruene_landtagsabgeordnete_besuchen_die_ilztalbahn_und_den_grenzbahnhof_nove_udoli/ „Das Rückgrat für einen klimafreundlichen Verkehr“ - Grüne Landtagsabgeordnete besuchen die Ilztalbahn und den Grenzbahnhof Nové Údolí http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/das_rueckgrat_fuer_einen_klimafreundlichen_verkehr_gruene_landtagsabgeordnete_besuchen_die_ilztalbahn_und_den_grenzbahnhof_nove_udoli/ http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/das_rueckgrat_fuer_einen_klimafreundlichen_verkehr_gruene_landtagsabgeordnete_besuchen_die_ilztalbahn_und_den_grenzbahnhof_nove_udoli/ Haidmühle. Wie klimafreundlich lässt es sich in Ostbayern reisen? Dieser Frage geht Christian... Haidmühle. Wie klimafreundlich lässt es sich in Ostbayern reisen? Dieser Frage geht Christian Zwanziger, tourismuspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Bayerischen Landtag, bei seiner diesjährigen Tourismus-Tour nach. Im Rahmen der Tour besuchte er am Sonntag per Bahn und Rad den Grenzübergang Nové Údolí. Mit seinem Fraktions-kollegen Toni Schuberl, dem Mitglied des oberösterreichischen Landtags Ulrike Schwarz, Haidmühles Bürgermeisterin Margot Fenzl und ITB-Geschäftsführer Thomas Schempf tauschte er sich dort über grenzüberschreitenden Tourismus und besonders den Bahnverkehr in der Grenzregion aus.

Dabei waren sich die Anwesenden einig, dass die ehrenamtlich Engagierten der Ilztalbahn mit ihrer Arbeit aktiv zu einem nachhaltigen Tourismus in der Region beitragen. „Nachhaltige Mobilität ist das A und O für einen klimafreundlichen Tourismus, schließlich ist die An- und Abreise ein wichtiger Faktor bei den CO2-Emmissionen“, betonte Zwanziger. Die Tschechischen Bahnen machten es seiner Meinung nach vor: Eine Bahn mit eigenem Fahrradwaggon bedient eine für Pendler und Touristen attraktive Strecke. Es sei beeindruckend, wie die Ilztalbahn durch ehrenamtliches Engagement den Anschluss per Bus und Bahn auf bayerischer Seite geschaffen habe. „Wenn wir wirksamen Klimaschutz auch im Tourismus wollen, dürfen wir uns aber nicht nur auf engagierte Bürgerinnen und Bürger verlassen, da muss der Freistaat aktiv werden“, so Zwanziger, „wir müssen bestehende Bahntrassen elektrifizieren und wo notwendig ausbauen. Ein funktionstüchtiges Schienennetz wäre das Rückgrat für einen klimafreundlichen Verkehr.“

Hier ergänzte ITB-Geschäftsführer Thomas Schempf: „Für eine Netzwirkung brauchen wir die durchgehende Strecke bis nach Waldkirchen.“

Auch Haidmühles Bürgermeisterin Margot Fenzl steht einer Neutrassierung der Bahnstrecke grundsätzlich positiv gegenüber. In den vergangenen Jahren habe es Einbrüche bei den Tourismuszahlen gegeben. Grund dafür sei neben der schwierigen Erreichbarkeit wohl auch das Gasthaussterben in ihrem Ort. Doch Fenzl ist sich sicher: „Wenn der Zug wieder durch Haidmühle fährt, geht’s auch mit dem Tourismus wieder aufwärts.“

Zwanziger, der die Strecke zwischen Waldkirchen und Haidmühle mit dem Rad zurücklegte, würde sich freuen, sie eines Tages auch mit der Bahn fahren zu können. Am besten in einem Zug mit Fahrradmitnahme.

Sein Fraktionskollege Schuberl pflichtete ihm bei: „Die Reaktivierung der Schienenverbindung zwischen Budweis und Passau ist sicher keine leichte Übung, aber ein zentrales Infrastrukturprojekt für unsere Region.“

Marco Müller, neuer Naturpark-Ranger des Naturparks Bayerischer Wald, unterstrich die Wichtigkeit eines ganzheitlichen Angebots für den Tourismus. Die geplante neue Naturpark-Infostelle an der Grenze sei ein attraktives Angebot für an der Natur interessierte Gäste. „Aber eine Umweltstation allein bringt noch kei- ne Touristen.“ Vielmehr sei ein Paket gefragt, das neben Freizeitmöglichkeiten auch ausreichend Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten sowie eine entspannte An- und Abreise beinhaltet. − hoy

Quelle: Passauer Neue Presse vom 06.08.2019

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Wed, 07 Aug 2019 17:59:00 +0200