Freyung-Grafenau http://www.gruene-frg.de Der Kreisverband Freyung von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellt sich vor http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/globaler_klimastreik_von_fridays_for_future/ Globaler Klimastreik von Fridays For Future http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/globaler_klimastreik_von_fridays_for_future/ http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/globaler_klimastreik_von_fridays_for_future/ Die Organisator*innen von Fridays For Future rufen zum Globalen Klimastreik auf. Unterstütze auch... Die Organisator*innen von Fridays For Future rufen zum Globalen Klimastreik auf. Unterstütze auch du FFF und kämpfe für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen und für konsequenten Klimaschutz.

Weitere Infos findest du unter Fridays For Future Deutschland oder AlleFürsKlima

 

Graphik-Quelle: klima-streik.org

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Sat, 07 Sep 2019 14:40:00 +0200
http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/toni_schuberl_tritt_als_passauer_kreisrat_zurueck-1/ Toni Schuberl tritt als Passauer Kreisrat zurück http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/toni_schuberl_tritt_als_passauer_kreisrat_zurueck-1/ http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/toni_schuberl_tritt_als_passauer_kreisrat_zurueck-1/ Der Grüne lebt inzwischen im Landkreis Freyung-Grafenau – Landrat will er nicht werden Von Tanja... Der Grüne lebt inzwischen im Landkreis Freyung-Grafenau – Landrat will er nicht werden

Von Tanja Rometta und Andreas Meyer

Passau/FRG. Seit 2014 sitzt er für die Grünen im Passauer Kreistag und im Verkehrsausschuss, wo er hartnäckig Themen wie den Flächenverbrauch im Landkreis oder die Nordtangente anprangert und dabei keine Diskussion scheut. Nun teilte Toni Schuberl in einer E-Mail an den Passauer Landrat mit, dass er sein Amt als Kreisrat niederlegen möchte – eine Konsequenz aus seinem Umzug in den Landkreis Freyung-Grafenau.

„Ich habe, wie Du wahrscheinlich weißt, einen alten Bauernhof am Brotjacklriegel in Daxstein saniert und wohne seit einiger Zeit dort“, schreibt Schuberl in einer E-Mail an Landrat Franz Meyer. „Mein Haus ist zwar nur zwölf Kilometer Luftlinie von meinem Elternhaus in Eging entfernt und ich kann von dort aus das Dreiburgenland und weite Teile unseres nördlichen Landkreises Passau überblicken. Doch Zenting, meine neue Heimatgemeinde, liegt bereits im Landkreis Freyung-Grafenau.“

Rechtlich gesehen wäre das, seit 2014 das Wahlgesetz geändert wurde, kein Grund, warum Schuberl nicht mehr Kreisrat in Passau bleiben könnte, hat er doch einen Nebenwohnsitz in Eging. Trotzdem wolle er sein Amt zum 30. September niederlegen, wie er schreibt. „Ich weiß, dass ich 2020 nicht mehr im Landkreis Passau antreten werde. Da ist es doch klüger, meinem Nachfolger das halbe Jahr Zeit zu geben, sich im Kreistag einzuarbeiten. Ihm bringt das mehr als mir – und der Fraktion personelle Kontinuität“, nennt Schuberl der PNP seine Beweggründe.

Schuberl indes fällt der Abschied aus dem Passauer Kreistag schwer, wie er sagt. „Weil es spannende Zeiten waren und wichtige Themen auch noch anstehen.“ Flächenverbrauch, Ilztalbahn, Naturschutzgebiete, Nordtangente – auch wenn die Diskussionen in den Kreistagsgremien oft sehr kontrovers waren, so habe man doch gemeinsam vieles erreicht. „Uns beide eint der Wunsch, das Beste für unsere Heimat zu bewirken“, heißt es in Schuberls E-Mail an Franz Meyer.

Dass ihn Schuberl in dem sehr persönlichen Brief über seine Entscheidung und die Beweggründe informiert hat, würdigt Meyer ausdrücklich. Die Entscheidung kann er nachvollziehen: Es sei „folgerichtig, dass sich die reale Lebenssituation nun auch im Mandat niederschlage“ und Schuberl als Bürger des Landkreises Freyung-Grafenau die Konsequenzen gezogen habe.

Ob sich Schuberl nun auch im Freyunger Kreistag engagiert? „Das muss ich mit den Grünen vor Ort besprechen, aber klar, ich bin ein politischer Mensch und werde mich in meiner Region sicher einbringen“, sagt er. „Als MdL sowieso, was darüber hinaus kommt, wird sich zeigen.“

Bei den Grünen im Landkreis Freyung-Grafenau ist unterdessen die Freude über den Wechsel Schuberls groß. „Wir sind natürlich sehr froh, so einen engagierten und kompetenten Mann nun in unseren Reihen zu haben“, sagt der Kreisvorsitzende Hans Madl-Deinhart. Für die kommende Kreistagswahl dürfe sich Schuberl einen Platz aussuchen, allerdings nur einen „geraden“. Die „ungeraden“ Plätze sind bei den Grünen für Frauen reserviert.

Spekulationen um eine mögliche Landratskandidatur in Freyung-Grafenau zerstreute Schuberl aber am Rande der Gründung des Perlesreuter Grünen-Ortsverbands. „Ich bin mit Leib und Seele Landtagsabgeordneter. Als Landrat werde ich deshalb nicht kandidieren“, sagte Schuberl.

Quelle: Passauer Neue Presse vom 07.09.2019

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Sat, 07 Sep 2019 11:44:00 +0200
http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/gruene_welle_erreicht_das_land/ Grüne Welle erreicht das Land http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/gruene_welle_erreicht_das_land/ http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/gruene_welle_erreicht_das_land/ In Perlesreut wurde der erste Grünen-Ortsverband im Landkreis Freyung-Grafenau gegründet Von...  

In Perlesreut wurde der erste Grünen-Ortsverband im Landkreis Freyung-Grafenau gegründet

Von Andreas Meyer

Perlesreut. In Bayern sind sie seit der Landtagswahl zweitstärkste Kraft, in bundesweiten Umfragen nur noch knapp hinter der Union – keine Frage, die Grünen befinden sich derzeit auf einem Höhenflug. Und das nicht nur auf Landes- oder Bundes-, sondern auch auf kommunaler Ebene. 85 Grünen-Ortsverbände seien seit der letztjährigen Landtagswahl alleine in Bayern gegründet worden, sagt der Landesvorsitzende Eike Hallitzky stolz. Nun erreicht die „grüne Welle“ auch den Landkreis Freyung-Grafenau: In Perlesreut wurde der erste Ortsverband im Landkreis gegründet.

„Es ist eigentlich eine Sensation. Vor zehn Jahren wurden für unsere grünen Ideen noch belächelt und nun haben wir auch im Bayerischen Wald Ortsverbände. Wir sind auf dem Land angekommen“, freute sich der Bezirksvorsitzende Jens Schlüter. Er kam ebenso wie Hallitzky und die beiden Landtagsabgeordneten Toni Schuberl und Tessa Ganserer zur Gründung ins Gasthaus Hafner. Knapp 40 weitere Gäste, darunter auch Nicht-Mitglieder, sorgten dafür, dass der Nebenraum fast zu klein wurde. „Daran sieht man, wie groß das Interesse ist“, sagte Hallitzky.

Als Grund für den Höhenflug seiner Partei macht der Landesvorsitzende die gesellschaftspolitischen Entwicklungen im vergangenen Jahr aus. Die Fridays for Future-Bewegung, die Diskussion um das Polizeiaufgabengesetz, die klare Haltung gegen Rechts – all das spiele den Grünen in die Karten. „Wir bestimmen die politische Debatte, sei es beim Klimaschutz, beim Artenschutz, beim Kampf gegen Rechts oder bei Fragen des sozialen Zusammenhalts. Wir sind derzeit der Taktgeber, das sieht man ja auch daran, dass Ministerpräsident Markus Söder plötzlich ergrünt ist“, sagte Hallitzky. Dass so viele grüne Ortsverbände gegründet werden, freut den Landesvorsitzenden natürlich außerordentlich. „Die Menschen vor Ort erwarten, dass wir Gestaltungswillen zeigen. Es ist wichtig Präsenz zu zeigen, auch in den Kommunalparlamenten“, so Hallitzky.

Wie Hallitzky hofft auch MdL Tessa Ganserer, dass schon bald im Kreis FRG weitere Ortsverbände auf Perlesreut folgen. Ganserer, gebürtig aus Zwiesel und selbst transident, engagiert sich im Landtag vor allem für gesellschaftliche Randgruppen.

Engagement für Randgruppen  

„Es geht mir und den Grünen um gerechte Teilhabe für jeden Menschen, egal welcher Herkunft, welcher sexuellen Orientierung oder wie arm oder reich er ist. Die CSU schenkt nur der Mehrheit der Menschen Konzepte, nicht aber den Randgruppen“, bemängelt Ganserer. Als Beispiel nannte sie das Thema Mobilität auf dem Land. Klar könne man in Freyung-Grafenau beim ÖPNV keinen 120-Sekunden-Takt wie in Nürnberg erreichen, aber eine Verbesserung sei dringend notwendig. „Nur so können Menschen ohne Führerschein, Jugendliche, Senioren am gesellschaftlichen Leben teilnehmen“, so Ganserer. Sie schloss ihr Grußwort mit einem Appell: Der ländliche Raum, also auch der Landkreis Freyung-Grafenau, müsse für jeden attraktiv und ein Raum zum Leben sein. „Auch wenn man bunte Haare hat oder bisexuell ist“, so Ganserer. Es sei deshalb so wichtig, dass Grüne im Gemeindebereich für grüne Ideen und Werte eintreten und ihnen damit ein Gesicht geben. „Schön, dass ihr ein bunter Farbklecks seid“, so Ganserer an die Mitglieder des neuen Ortsverbandes gerichtet.

Der „grüne Farbklecks“ in Perlesreut, Ringelai und Fürsteneck besteht derzeit aus sieben Parteimitgliedern. Vier waren zu der Versammlung gekommen, drei bilden den Vorstand. Als Sprecher fungieren die 60-jährige Seniorenbetreuerin Inge Ilg und der 37-jährige Kino-Leiter HaJü Hödl. Als Schriftführer komplettiert Alexander Fürst das Vorstandstrio. In Ihrer Antrittsrede betonte Ilg, dass sie in Perlesreut eine „grüne Spur hinterlassen“, will.

„Wir besetzen Themen, die vielen auf der Seele brennen. Wir haben nur eine Welt, und in der sollten Mensch, Natur und Tier einen Platz haben. Unsere Devise ist: An morgen denken“, so Ilg.

Grüne Ideen für Perlesreut  

In Perlesreut habe sich in den vergangenen Jahren dank der Bürgermeister Eibl und Poschinger viel Gutes getan, der Markt sei auf einem guten Weg. Trotzdem gebe es Bereiche, die die Grünen-Sprecherin „anstoßen“ möchte. So möchte sie mehr Begrünung im Markt, das Thema Müllvermeidung müsse stärker in den Fokus rücken, Jung und Alt müssten mehr zusammengebracht werden und die Nachbarschaftshilfe müsse ausgebaut werden. Ganz besonders wichtig ist Ilg der Tierschutz. „Der spielt bei den Regierungsparteien leider kaum eine Rolle“. so Ilg. In Perlesreut schwebt ihr zum Beispiel eine Auffangstation für wilde Katzen vor.

HaJü Hödl stimmte seiner Co-Sprecherin in allen Bereichen zu. Besonders wichtig ist ihm, in Perlesreut und Umgebung die „Landflucht“ zu stoppen. „Es ist wichtig, dass sich jeder hier wohlfühlt“, so Hödl. Man wolle eine Anlaufstelle für Jedermann sein, auch deshalb soll es monatlich einen Stammtisch geben, bei dem auch Nicht-Mitglieder mitdiskutieren sollen. „Wir wollen was reißen in Perlesreut, Ringelai und Fürsteneck“, sagte Hödl. Bereits für die kommende Gemeinderatswahl wollen die Grünen um Hödl und Ilg eine Liste in Perlesreut stellen. „Da werden wird den gesamten Gemeinderat übernehmen und grüne Themen durchsetzen“, so Hödl mit verschmitztem Lächeln.

 

 

Quelle: Passauer Neue Presse vom 07.09.2019

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Sun, 01 Sep 2019 11:45:00 +0200
http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/schuberl_unterstuetzt_naturpark_bayerischer_wald/ Schuberl unterstützt Naturpark Bayerischer Wald http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/schuberl_unterstuetzt_naturpark_bayerischer_wald/ http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/schuberl_unterstuetzt_naturpark_bayerischer_wald/ Fürsteneck. Zu einem Informationsgespräch in der Naturpark-Infostelle im Schloss Fürsteneck...  Fürsteneck. Zu einem Informationsgespräch in der Naturpark-Infostelle im Schloss Fürsteneck hat sich Toni Schuberl (l.), Landtagsabgeordneter der Grünen aus Daxstein, mit dem zuständigen Gebietsvertreter des Naturparks an der Ilz Stefan Poost (r.) getroffen. Schuberl nannte den Naturpark eine wichtige Schutz- und Informationseinrichtung. Poost berichtete von seinen Gruppenführungen und auch Einzelanfragen von Anliegern, z.B. zum Bibermanagement. Poost beklagte sich aber auch über die aufflackernde Tendenz, dass Naturparke und Landschaftsschutzverbände gegeneinander ausgespielt werden. Schuberl dazu: „Ich bekräftige meine Unterstützung für den Naturpark Bayerischer Wald und ich schätze die Arbeit der Landschaftsschutzverbände außerhalb der Naturparke.“ Parallelstrukturen oder gar ein Konkurrenzverhalten seien kontraproduktiv.  − hoy/Foto: Schoyerer

Quelle: Passauer Neue Presse vom 10.08.2019

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Sat, 10 Aug 2019 12:09:00 +0200
http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/ein_bisserl_gruen_schadet_nicht_hajue_gruendet_1_ortsverband_in_frg-1/ "Ein bisserl Grün schadet nicht": HaJü gründet 1. Ortsverband in FRG http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/ein_bisserl_gruen_schadet_nicht_hajue_gruendet_1_ortsverband_in_frg-1/ http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/ein_bisserl_gruen_schadet_nicht_hajue_gruendet_1_ortsverband_in_frg-1/ HaJü Hödl zieht nach Perlesreut – und gründet dort den ersten Grünen-Ortsverband im... HaJü Hödl zieht nach Perlesreut – und gründet dort den ersten Grünen-Ortsverband im Landkreis

Von Jennifer Jahns

Perlesreut. "All eyes on us" steht als Tattoo auf der Brust von HaJü Hödl. Und tatsächlich sind einige Augen auf ihn gerichtet, wenn er mit seinen beiden Hunden im Arm, die Beine bunt tätowiert und die Haare in wechselnden Farben über den Perlesreuter Marktplatz geht. Der 37-Jährige zieht gerade in die Marktgemeinde. Und dort hat er viel vor: Hödl möchte den ersten Grünen-Ortsverband im Landkreis Freyung-Grafenau gründen. Warum? Da muss Hödl im PNP-Gespräch ein bisschen ausholen. "Den Ausschlag haben die Ergebnisse der Bundestagswahl vor zwei Jahren gegeben. Der starke Rechtsruck, außerdem die Tatsache, dass ökologisch nichts vorangeht - da dachte ich mir, es wäre an der Zeit, selbst politisch aktiv zu werden." Der Noch-Passauer trat daraufhin dem Kreisverband der Passauer Grünen bei. Zwei Gründe haben ihn dann aber mehr und mehr aufs Land verschlagen: Seit sieben Jahren ist Hödl Kino-Leiter in Freyung, dadurch wurde der Weg quasi geebnet. Und sein Lebenspartner Alexander Fürst stammt aus Perlesreut. Gemeinsam haben sie vor einiger Zeit beschlossen, zurück in Alexanders Heimatort zu ziehen. Derzeit erfolgt der Umzug von Passau in die Marktmitte von Perlesreut.

Hödl: Zu wenige Frauen und Junge in der Politik

Der Ort habe ihm sofort gefallen, sagt Hödl. "Es ist eine sehr süße Gemeinde, mit tollem gastronomischen Angebot und einer guten Lage mittig im Landkreis." Aber es fehle eben auch an manchen Punkten: "Wie in fast allen Gemeinden wurde der soziale Wohnungsbau verschlafen. Wenn man wachsen will, braucht man aber Wohnraum - für alle finanziellen Schichten." Und ganz allgemein aber auch speziell für Perlesreut meint er: "Sowohl was den Marktplatz aber auch politische Entscheidungen betrifft: Ein bisserl Grün würde oft nicht schaden." So findet er, dass in der Marktmitte deutlich zu wenig Bäume oder Grünflächen zu finden sind - "gerade an heißen Tagen würde das das Klima im Ort angenehmer machen, nachweislich die Temperatur leicht senken". Dass er nun direkt einen Grünen-Ortsverband gründet, war eher den Umständen geschuldet: "Als ich durch den Umzug nach Perlesreut auch den Kreisverband wechseln musste, hab' ich festgestellt, dass es ja nicht mal einen Ortsverband gibt." Da stand der Entschluss für die Gründung recht schnell fest. Die entsprechende Versammlung soll Anfang September stattfinden (siehe unten). Einige Interessierte konnte Hödl bereits für den neuen Ortsverband gewinnen, weitere sollen gerne noch folgen.

Wegzug wegen Mobbings: "Das darf nicht passieren"

Und: "Ich finde es schade, dass im Landkreis so wenige Frauen und junge Leute politisch engagiert sind", sagt der 37-Jährige. "Die meisten Gremien sind sehr männerlastig und vom Altersschnitt recht hoch. Dabei sollten die Stadt- oder Gemeinderäte ja die Bevölkerung abbilden - dementsprechend müssten eigentlich 50 Prozent der Räte Frauen sein." Diese Quote würde er gerne für seinen Ortsverband sehen. Und er hofft auf mehr junge Leute in der Politik: "Man sollte den Jungen mehr zutrauen und zuhören." So könnte er sich für Perlesreut alternative, weltoffene Festivals vorstellen, bei denen sich junge Bands präsentieren können - dies widerspreche sich keinesfalls mit der Tradition, die ebenso wichtig sei, sagt Hödl. Weitere Ziele, die der 37-Jährige gerne in Perlesreut umsetzen möchte: Den Plastikverbrauch reduzieren, einen Wochenmarkt mit regionalen Anbietern initiieren, das Wir- Gefühl stärken, den ÖPNV verbessern ("der ist aktuell eine mittelschwere Katastrophe") und jeden nach seiner Façon glücklich werden lassen. "Leben und leben lassen" - das ist Hödl wichtig. So finde er es nicht richtig, dass sich die aktuelle Politik in der Region nicht zu Minderheiten äußert. "Ich weiß von vielen Homosexuellen, die vom Land in die Stadt gezogen sind, weil sie in ihrem Dorf gemobbt wurden." Gerade in Zeiten von Landflucht, in denen man junge Leute halten möchte, dürfe so etwas nicht passieren. Und wie geht er persönlich damit um? Als bunter Hund - dazu noch zwei Hunde an der Leine oder auf dem Arm - fällt Hödl erstmal auf in Perlesreut. "Aussehen oder Sexualität haben nichts mit Politik zu tun. Da sollte es nur um Inhalte gehen." Und um Opposition. Um solch eine gehe es ihm nämlich auch. "Zusammenarbeit ist wichtig. Aber es braucht auch eine gesunde Opposition. Im echten Leben ist man ja auch nicht immer einer Meinung. Ohne Opposition ist das politische Leben doch langweilig."

Grüne Forderungen ja - aber mit Bodenhaftung

Auch wenn Hödl grüne Themen nach vorne bringen möchte − er wisse auch, dass man bei manchen Forderungen nicht realitätsfern werden darf: "Natürlich fände ich es gut, wenn man aufs Auto verzichten könnte. Aber aktuell ist der ÖPNV eben noch nicht so weit. Was würde es da bringen, zu rufen: ,Schafft alle Autos ab!'?" Vielmehr hoffe er auf einen Regel- verkehr der Ilztalbahn, "damit wäre ein wichtiger Schritt ge- tan". Hödl hofft, dass der Perlesreuter Ortsverband nur ein Anfang ist: "Vielleicht lassen sich ja noch andere Orte von dem frischen Wind anstecken." In Perlesreut wolle man jedenfalls nach der Gründung monatliche Stammtischrunden abhalten, an denen über grüne Themen gesprochen wird - "und zu denen jeder kommen und mitreden kann". Sein Ziel: "Ehrliche Politik, die nah am Bürger ist." Aber das will doch jeder...? "Stimmt. Aber wir meinen's ernst", sagt Hödl. "Wir tun uns leicht: Wir sind ganz neu, stecken noch nicht drin in der örtlichen Politik - und können dementsprechend unbequeme Fragen stellen." Er macht sich nichts vor: "Als Grüner am Land musst du sowieso davon ausgehen, dass du viel Gegenwind bekommst. Aber jeder kann mit uns das Gespräch suchen; um eventuell mit ein paar Klischees aufzuräumen - oder um sie bestätigt zu sehen."

Und die Wahlen...?

Die Zeit ist fast ein bisschen knapp - und trotzdem: Will Hödl mit den örtlichen Grünen bereits im kommenden Jahr bei den Kommunalwahlen aktiv werden? "Ja", sagt er ganz klar. "Wir werden in Perlesreut mit einer Liste antreten." Eine Bürgermeisterwahl steht dann ja nicht an: Gerhard Poschinger wurde erst im Januar außertourlich gewählt - deshalb könne und wolle Hödl zu dessen Politik noch gar nichts sagen. Der 14-köpfige Gemeinderat wird jedoch neu gewählt. Hödl ist zuversichtlich: "Wir hoffen auf einen Platz im Ge- meinderat. Aber wenn's 14 werden, sind wir auch nicht böse..."

GRÜNDUNGSTERMIN

Am 5. September um 19 Uhr findet die Gründungsversammlung des Perlesreuter Grünen-Ortsverbands im örtlichen Gasthaus Hafner statt. Alle Interessierten sind dazu eingeladen. HaJü Hödl, der neben einer Frau Sprecher des neuen Ortsverbands werden wird, bittet zur besseren Planung vorab um kurze Info per Mail unter hj.hoedl(at)live.de

Quelle: Passauer Neue Presse vom 07.08.2019

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Wed, 07 Aug 2019 18:24:00 +0200
http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/das_rueckgrat_fuer_einen_klimafreundlichen_verkehr_gruene_landtagsabgeordnete_besuchen_die_ilztalbahn_und_den_grenzbahnhof_nove_udoli/ „Das Rückgrat für einen klimafreundlichen Verkehr“ - Grüne Landtagsabgeordnete besuchen die Ilztalbahn und den Grenzbahnhof Nové Údolí http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/das_rueckgrat_fuer_einen_klimafreundlichen_verkehr_gruene_landtagsabgeordnete_besuchen_die_ilztalbahn_und_den_grenzbahnhof_nove_udoli/ http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/das_rueckgrat_fuer_einen_klimafreundlichen_verkehr_gruene_landtagsabgeordnete_besuchen_die_ilztalbahn_und_den_grenzbahnhof_nove_udoli/ Haidmühle. Wie klimafreundlich lässt es sich in Ostbayern reisen? Dieser Frage geht Christian... Haidmühle. Wie klimafreundlich lässt es sich in Ostbayern reisen? Dieser Frage geht Christian Zwanziger, tourismuspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Bayerischen Landtag, bei seiner diesjährigen Tourismus-Tour nach. Im Rahmen der Tour besuchte er am Sonntag per Bahn und Rad den Grenzübergang Nové Údolí. Mit seinem Fraktions-kollegen Toni Schuberl, dem Mitglied des oberösterreichischen Landtags Ulrike Schwarz, Haidmühles Bürgermeisterin Margot Fenzl und ITB-Geschäftsführer Thomas Schempf tauschte er sich dort über grenzüberschreitenden Tourismus und besonders den Bahnverkehr in der Grenzregion aus.

Dabei waren sich die Anwesenden einig, dass die ehrenamtlich Engagierten der Ilztalbahn mit ihrer Arbeit aktiv zu einem nachhaltigen Tourismus in der Region beitragen. „Nachhaltige Mobilität ist das A und O für einen klimafreundlichen Tourismus, schließlich ist die An- und Abreise ein wichtiger Faktor bei den CO2-Emmissionen“, betonte Zwanziger. Die Tschechischen Bahnen machten es seiner Meinung nach vor: Eine Bahn mit eigenem Fahrradwaggon bedient eine für Pendler und Touristen attraktive Strecke. Es sei beeindruckend, wie die Ilztalbahn durch ehrenamtliches Engagement den Anschluss per Bus und Bahn auf bayerischer Seite geschaffen habe. „Wenn wir wirksamen Klimaschutz auch im Tourismus wollen, dürfen wir uns aber nicht nur auf engagierte Bürgerinnen und Bürger verlassen, da muss der Freistaat aktiv werden“, so Zwanziger, „wir müssen bestehende Bahntrassen elektrifizieren und wo notwendig ausbauen. Ein funktionstüchtiges Schienennetz wäre das Rückgrat für einen klimafreundlichen Verkehr.“

Hier ergänzte ITB-Geschäftsführer Thomas Schempf: „Für eine Netzwirkung brauchen wir die durchgehende Strecke bis nach Waldkirchen.“

Auch Haidmühles Bürgermeisterin Margot Fenzl steht einer Neutrassierung der Bahnstrecke grundsätzlich positiv gegenüber. In den vergangenen Jahren habe es Einbrüche bei den Tourismuszahlen gegeben. Grund dafür sei neben der schwierigen Erreichbarkeit wohl auch das Gasthaussterben in ihrem Ort. Doch Fenzl ist sich sicher: „Wenn der Zug wieder durch Haidmühle fährt, geht’s auch mit dem Tourismus wieder aufwärts.“

Zwanziger, der die Strecke zwischen Waldkirchen und Haidmühle mit dem Rad zurücklegte, würde sich freuen, sie eines Tages auch mit der Bahn fahren zu können. Am besten in einem Zug mit Fahrradmitnahme.

Sein Fraktionskollege Schuberl pflichtete ihm bei: „Die Reaktivierung der Schienenverbindung zwischen Budweis und Passau ist sicher keine leichte Übung, aber ein zentrales Infrastrukturprojekt für unsere Region.“

Marco Müller, neuer Naturpark-Ranger des Naturparks Bayerischer Wald, unterstrich die Wichtigkeit eines ganzheitlichen Angebots für den Tourismus. Die geplante neue Naturpark-Infostelle an der Grenze sei ein attraktives Angebot für an der Natur interessierte Gäste. „Aber eine Umweltstation allein bringt noch kei- ne Touristen.“ Vielmehr sei ein Paket gefragt, das neben Freizeitmöglichkeiten auch ausreichend Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten sowie eine entspannte An- und Abreise beinhaltet. − hoy

Quelle: Passauer Neue Presse vom 06.08.2019

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Wed, 07 Aug 2019 17:59:00 +0200
http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/freyung_will_in_passau_mitreden/ Dialogforum Passau gibt Verkehrsgutachten in Auftrag - Freyung will in Passau mitreden http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/freyung_will_in_passau_mitreden/ http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/freyung_will_in_passau_mitreden/ Es geht um die Nordumfahrung Passau Nordumfahrung: Ja zu Verkehrsgutachten FRG. Seit vielen...

Es geht um die Nordumfahrung Passau

Nordumfahrung: Ja zu Verkehrsgutachten

FRG. Seit vielen Jahren diskutiert die Stadt Passau über eine mögliche Nordumfahrung. Und seit knapp zwei Jahren sitzt auch der Landkreis Freyung-Grafenau mit am Tisch, bemüht sich im sogenannten Dialogforum um eine Lösung. Was nicht leicht ist, wie Landrat Sebastian Gruber in der jüngsten Sitzung des Struktur-, Umwelt- und Verkehrsausschusses zugab. „Es ist eine zähe Angelegenheit, die Fronten sind verhärtet“, so Gruber.
Bisher gibt es noch nicht einmal einen zufriedenstellenden Verkehrsentwicklungsplan für den Großraum Passau. Zwar existieren ein Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Passau aus dem Jahr 2012 sowie eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2003, aber eben kein Verkehrsentwicklungsplan für den Großraum Passau, in dem die Vorhaben der einzelnen Straßenbaulastträger, des ÖPNV und des Schienenverkehrs aufeinander abgestimmt sind. Voraussetzung hierfür ist eine Verkehrsuntersuchung für den Großraum, die sowohl regionale wie großräumige Lösungsansätze für aufzeigt.
Der Landkreis Freyung-Grafenau war nun gefragt, als Mitglied des Dialogforums den Weg frei zu machen für die Erstellung eines Verkehrsgutachtens. Der Kostenanteil für den Landkreis beträgt ein Achtel der Gesamtsumme, begrenzt auf maximal 50 000 Euro.
Landrat Sebastian Gruber warb im Gremium dafür, die Mittel bereitzustellen. „Es ist unbestritten, dass wir ein Interesse daran haben müssen, mitzureden, wie der Verkehr in Passau künftig geregelt wird. Es ist wichtig mit am Tisch zu sitzen“, sagte Gruber. Kreisrat Josef Höppler sah das anders: „Das ist ein Passauer Problem, nicht unseres!“
Dem widersprachen die meisten Kreisräte zwar. Max König, Heinz Pollak und Karlheinz Roth gaben aber auch zu Bedenken, dass es eigentlich die Aufgabe des Staates sei, eine Lösung für die Verkehrsproblematik zu suchen und nicht die der Kommunen. „Trotzdem sollten wir zustimmen, damit wir unsere Interessen einbringen können“, sagte Roth.
Grünen-Kreisrat Hans Madl-Deinhart hält ein Gutachten für unausweichlich. „Es ist wichtig, die Verkehrsströme zu kennen. Lieber gebe ich jetzt für das Gutachten Geld aus, als später falsch zu bauen.“

Josef Höppler war der Meinung, dass es es bereits genügend Studien gebe. „Sind die vielen Gutachten der letzten Jahre etwa in Schubläden verschwunden“, fragte er.
Höppler war es auch, der anschließend zusammen mit einem weiteren Kreisrat gegen die Beteiligung des Landkreises am Verkehrsgutachten stimmte. Der Rest stimmte aber zu.
 − anm

Quelle: Passauer Neue Presse vom 06.08.2019

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Wed, 07 Aug 2019 17:36:00 +0200
http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/kaeferbekaempfung_ist_schaedlich/ „Käferbekämpfung ist schädlich“ http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/kaeferbekaempfung_ist_schaedlich/ http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/kaeferbekaempfung_ist_schaedlich/ Niederbayerns Grünen-Chef Jens Schlüter fordert neues Management im Nationalpark Von Christina...

Niederbayerns Grünen-Chef Jens Schlüter fordert neues Management im Nationalpark

Von Christina Hackl
Zwieslerwaldhaus. Holzlaster an Holzlaster reiht sich derzeit entlang der Straße in den Nationalpark-Ort Zwieslerwaldhaus. Es ist Käferholz, das hier aus dem Wald gebracht wird. Die Nationalparkverwaltung ist gesetzlich dazu verpflichtet, den Borkenkäfer in den Hochlagen zwischen Falkenstein und Rachel zu bekämpfen. Doch es gibt auch Kritik: „Im Nationalpark hat die Käferbekämpfung nichts mehr zu suchen, sie ist schädlich“, sagt Jens Schlüter, Kreis- und Bezirksvorsitzender der Grünen aus Zwiesel.
Es waren Proteste der Nationalparkgegner, die einst dazu geführt haben, dass in die Nationalparkverordnung – quasi die Gesetzesgrundlage für das Schutzgebiet – die Bestimmung aufgenommen wurde, dass der Hochlagenwald in seiner Substanz und Funktion zu erhalten und deshalb im Zeitraum bis zum Jahr 2027 die Ausweitung des Borkenkäfers auf die Wälder der Hochlagen zwischen Falkenstein und Rachel zu verhindern ist.
Infolge dieser Regelung wird der Borkenkäfer im Erweiterungsgebiet durch Fällung betroffener Fichten teilweise massiv durch Kahlschläge bekämpft – mit großen Maschinen und hohem personellen Aufwand. „Die Schwerpunkte liegen derzeit zum einem am Westhang des Falkensteins – rund um Zwieslerwaldhaus, das Schwellhäusl und den Hochberg – und zum anderen im Bereich zwischen Spiegelhütte und Buchenau“, sagt Franz Baierl, Sachgebietsleiter Wald- und Flächenmanagement bei der Nationalparkverwaltung.
 Aktuell habe man rund 45 000 Festmeter Borkenkäferholz in den Rand- und Entwicklungszonen erfasst. „Insgesamt gehen wir in unserer Prognose derzeit von 60 000 bis 70 000 Festmetern Borkenkäferholz für das Kalenderjahr 2019 aus, ebenfalls bezogen auf die Rand- und Entwicklungszonen“, so Baierl. Dazu kommen noch rund 7000 Festmeter aufgearbeiteter Schneebruch.
Der Großteil des Holzes werde verkauft, wobei das immer schwieriger werde, wie Baierl zugibt. Etwa zehn Prozent des Käferholzes werde wie in den Vorjahren entrindet oder geschlitzt im Wald belassen. In dieser Form könne es der Buchdrucker nicht mehr zur weiteren Vermehrung nutzen, die Biomasse bleibe jedoch im Wald, was der Artenvielfalt zugute komme.
 Für die Nationalparkverwaltung sei es momentan schwierig, Firmen zu bekommen, die Waldarbeiter mit Motorsägen


„Wir haben kein Waldsterben, wir haben einen Systembruch“

bereitstellen können. „Größere Maschinen haben wir bisher noch immer beziehen können, wobei auch dies schwieriger wird. Das für die Maßnahmen rund um die Borkenkäfer- und Schneebruchaufarbeitung eingeplante Budget liegt 2019 bei ungefähr drei Millionen Euro“, so Baierl.
Naturschützer kritisieren diese Praxis schon lange, und auch Jens Schlüter, selbst studierter Forstwirt, moniert: „Man erfüllt die politischen Vorgaben, hinterfragt sie aber bei der Bayerischen Staatsregierung leider nicht mehr“. Spätestens jetzt, da Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigt habe, die Bayerischen Staatsforsten zum Klimaschutzwald umzubauen, bei dem die Wirtschaftlichkeit nur noch zweitrangig ist, müsse auch die Borkenkäferbekämpfung im Nationalpark zur Debatte gestellt werden, ist er überzeugt. Der Grund: Mit der Klimaerwärmung hätten sich die Parameter für den Wald grundlegend geändert. Die Fichte habe durch die immer trockeneren und wärmeren Sommer langfristig keine Chance mehr. Waren früher zwei Generationen Borkenkäfer die Regel, so werde heuer mit vier Generationen gerechnet. 
„Wir haben hier kein Waldsterben, wir haben einen kompletten Systembruch, den wir mit unseren bisherigen forstwirtschaftlichen Methoden nicht in den Griff bekommen werden“, glaubt Schlüter.
Natürlich könne eine Borkenkäferbekämpfung in einigen Beständen noch sinnvoll sein, „aber im Nationalpark hat sie nichts mehr zu suchen“, meint Schlüter.
Die Fichten, die jetzt entfernt oder gehäckselt werden, fehlten der nächsten Baumgeneration als Humus oder auch als Wasserspeicher. Schlüters Forderung: „Wir brauchen jetzt dringen ein anderes Borkenkäfermanagement im Nationalpark“. Das Totholz müsse auf der Fläche bleiben, weil es aus verschiedensten Gründen für die neue Waldgeneration unersetzlich sei. „Die Politik muss vor allem im Nationalpark hier mit gutem Beispiel voran gehen und nicht Business as usual machen, denn das führt zu nichts mehr.“
In nicht einmal acht Jahren würden die Entwicklungszonen, in denen jetzt massiv Käferholz aufgearbeitet werde, sowieso in Naturzonen überführt, in die der Mensch nicht mehr eingreife. „Das ist ein Wimpernschlag aus Sicht des Waldes“, so Schlüter. Die Millionen von Euro, die der Freistaat, also letztlich der Steuerzahler, für die Käferbekämpfung ausgebe, könnte man aus Sicht des Grünen-Politikers besser investieren. Zum Beispiel in Unterstützung für Privatwaldbesitzer beim Waldumbau oder in weitere Einrichtungen für die Förderung eines sanften Tourismus im Bayerwald.
Franz Leibl, Leiter des Nationalparks, stellt die Sinnfrage in


„Mit Geld lieber Privatwaldbesitzer beim Waldumbau unterstützen“

Sachen Käferbekämpfung, nicht. Er beruft sich auf die Gesetzeslage: „In der Nationalpark-Verordnung ist festgelegt, dass zum Schutz angrenzender Wälder in der Randzone des Nationalparks Maßnahmen der Borkenkäferbekämpfung durchzuführen sind. Eine vergleichbare Vorgehensweise trifft für die so genannte Entwicklungszone zu, die in kontinuierlichen Schritten in den kommenden Jahren in die Naturzone übergeführt wird. Dieser, sich aus der Nationalpark-Verordnung ergebende Auftrag, wird von der Nationalparkverwaltung sehr ernst genommen. Die Fichtenborkenkäferbekämpfung wird in diesen Zonen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und hohem Personaleinsatz vorgenommen.“
Schlüter kann die Haltung Leibls nachvollziehen: „Die Nationalparkverwaltung macht, was ihr die Staatsregierung vorschreibt. Es ist allein Aufgabe der Politik, den aussichtslosen Kampf gegen den Borkenkäfer im Nationalpark endlich aufzugeben und sich stattdessen mit voller Kraft den Aufgaben in Sachen Klimaschutz und Waldumbau zu widmen, die wir noch beeinflussen können“.
Unterstützung bekommt Schlüter von einem Praktiker: Der Förster Peter Langhammer ist Leiter des Waldbetriebs Eichelberg bei Passau, den er nach strengen ökologischen Grundsätzen bewirtschaftet; zudem berät er die Diözese Passau bei der Bewirtschaftung des Kirchenwalds. Für sein Engagement bekam er 2018 die Bayerische Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Umwelt sowie den Verbraucherschutz verliehen.
Langhammer lebt in Zwieslerwaldhaus – und sagt: „Der Klimawandel schreitet mit einem für die meisten Menschen unerwarteten Tempo voran. Das ursprüngliche Ziel der Käferbekämpfung im Erweiterungsgebiet, der Wunsch, den Käfer in seinem Wirken zu begrenzen und grüne Nadelwälder auf nennenswerten Flächen zu erhalten, ist inzwischen völlig illusorisch“.
Langhammer fordert, auch im Erweiterungsgebiet des Nationalparks schon heute Natur Natur sein zu lassen. Die Entwicklung im Altpark habe gezeigt, dass dann nicht die „befürchtete Apokalypse“ eintrete, sondern extrem artenreiche und vielfältige Wälder entstünden. Die aktuell noch praktizierte Käferbekämpfung in großen Teilen des Erweiterungsgebiets führe dagegen zu einer „anhaltenden Entwaldung“ und nehme dem Wald für lange Zeit die Chance, sich natürlich zu entwickeln.

Quelle: Passauer Neue Presse vom 31.07.2019

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Sat, 03 Aug 2019 17:58:00 +0200
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Zur Tourismus-Tour 2019 „Klimafreundlich reisen“

Grenzenlos mobil: mit Bahn und Rad in der Dreiländerregion

Mit Christian Zwanziger, MdL, Toni Schuberl, MdL und Ulrike Schwarz, LAbg

Wann: Sonntag, 28. Juli 2019

Wo: Passau, Haidmühle

Wie ökologisch nachhaltig ist ein Urlaub in Bayern? Welche Angebote gibt es, um sich möglichst klimafreundlich fortzubewegen, Landschaften zu erleben, regionale Spezialitäten zu genießen?Und wo fehlen diese Angebote noch? Das will Christian Zwanziger, tourismuspolitischer Sprecher der Grünen im Bayerischen Landtag, zum Ferienbeginn bei einer Tour durch Ostbayern herausfinden.


Seine zweite Station ist die Passauer Dreiländerregion. Mit einer Bahn- und Radtour von Passau nach Haidmühle und weiter ins Tschechische Nové Údolí testet er die Infrastruktur des Schienennahverkehrs in der Region. In Nóve Údolí trifft er sich gemeinsam mit seinem Fraktionskollegen Toni Schuberl und Ulrike Schwarz aus dem Landtag Oberösterreichs mit Vertreter*innen der Ilztalbahn, der tschechischen Staatseisenbahn und des Naturparks Bayerischer Wald. An der Grenze werden sie das kleine Museum besichtigen und über Mobilitätspolitik sowie grenzüberschreitenden Tourismus in der Region sprechen.
Am Abend besichtigen Christian Zwanziger, MdL und Ulrike Schwarz, LAbg, die Passauer Donaupromenade bei einem kleinen Spaziergang unter dem Motto „Grüne Ideen für einen nachhaltigen Donautourismus“ besuchen.
Zum Termin an der tschechischen Grenze und zum Donauabend in Passau laden wir Sie
herzlich ein!


Anmeldung an anna.munkler(at)gruene-fraktion-bayern.de


ABLAUF

9.40 Uhr Abfahrt am Bahnhof in Passau mit der Ilztalbahn, in Waldkirchen
Umstieg auf Fahrräder bzw. Auto-Fahrgemeinschaften


13.00 Uhr Treffen in Nóve Údolí, Besichtigung des Grenzmuseums mit Inhaber
Pavel Kosmata, Gespräch über grenzüberschreitenden Bahnverkehr
und Tourismus


14.00 Uhr Mittagessen in Haidmühle, anschließend Fahrt nach Passau


19.00 Uhr Spaziergang: „Grüner Stadtrundgang – Ideen für einen nachhaltigen
Donautourismus" (Treffpunkt: Untere Donaulände, Höhe Bushaltestelle
Nagelschmiedgasse)


20.00 Uhr Ausklang im Alten Bräuhaus, Bräugasse 5 (bei der Hängebrücke)

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Wed, 24 Jul 2019 11:22:00 +0200
http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/sie_schaffen_es_rechtzeitig_mdl_schuberl_schlaegt_soeder_bahn_anreise_vor/ „Sie schaffen es rechtzeitig“ - MdL Schuberl schlägt Söder Bahn-Anreise vor http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/sie_schaffen_es_rechtzeitig_mdl_schuberl_schlaegt_soeder_bahn_anreise_vor/ http://www.gruene-frg.de/nachrichten/nachrichten-details/article/sie_schaffen_es_rechtzeitig_mdl_schuberl_schlaegt_soeder_bahn_anreise_vor/ Am 20. Juli findet der CSU-Bezirksparteitag in Freyung statt. Auch Ministerpräsident Dr. Markus... Am 20. Juli findet der CSU-Bezirksparteitag in Freyung statt. Auch Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer werden kommen. Nun hat sich der hiesige Grünen-Landtagsabgeordnete Toni Schuberl mit einem Vorschlag eingeschaltet: Er empfiehlt den beiden Politikern als Anreisemöglichkeit die Ilztalbahn von Passau nach Freyung.

„Wie Sie wissen, ist die Verkehrswende eine der großen Aufgaben in diesem Jahrhundert, die wir gemeinsam bewerkstelligen müssen, um den Klimawandel abzubremsen“, schreibt Schuberl in der E-Mail, die er an Söder und Scheuer geschickt hat und die auch der PNP vorliegt. „Zentral ist hierbei der Aufbau eines attraktiven Bus- und Bahnnetzes, das sowohl von der Taktung, als auch vom Preis, als auch vom Komfort eine gute Alternative zum Auto darstellt.“

Schuberl verweist darauf, dass die Region derzeit um die Reaktivierung einiger Linien ringe. „Gerade die Ilztalbahn ist hierbei ein Vorreiter. Eine Stadtumlandbahn für Passau mit Linien in alle Richtungen wäre ein großer Gewinn für unsere Heimat. Gerade der Freistaat Bayern sollte die Speerspitze für diese Verkehrswende sein. Und es liegt auch in der Zuständigkeit Bayerns, die Ilztalbahn wieder in den Regelverkehr zu überführen“, fordert Schuberl.

Der Bezirksparteitag findet an einem Samstag statt – also an einem der Verkehrstage der Ilztalbahn, die ja bekanntlich im Sommer an Wochenenden und Feiertagen zwischen Passau und Freyung fährt.

Schuberl an Söder und Scheuer: „Ich fände es ein wichtiges und richtiges Zeichen, wenn Sie bei der Anreise nach Freyung unsere attraktive Ilztalbahn benutzen würden und damit zeigen, dass es Alternativen zur Anfahrt mit dem Auto gibt.“ Schuberl wirbt für die Fahrt: „Es ist eine sehr komfortable, ruhige Fahrt durch eine äußerst idyllische Landschaft. Dies ist sehr zu empfehlen.“

Und auch mit Service spart der Grünen-MdL nicht: „Ich habe Ihnen einen Fahrplan beigelegt. Sie schaffen es rechtzeitig, in Freyung anzukommen. Vom Bahnhof bis zum Kurhaus ist es nur ein kurzer Fußweg.“

Mit dieser Fahrt, so Schuberl in Richtung Söder und Scheuer, könnten diese „ein Zeichen setzen und den Startschuss für einen Umbau der Mobilität in unserer Region“ geben.

Ob für Söder oder Scheuer tatsächlich eine Anreise mit der Ilztalbahn in Frage kommt, ist unklar. Eine entsprechende PNP-Anfrage an die jeweiligen Pressestellen blieb bis zum gestrigen Redaktionsschluss unbeantwortet. – F.: Archiv hoy

Quelle: Passauer Neue Presse vom 12.07.2019
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Mon, 15 Jul 2019 15:09:00 +0200