Vor Ort in Perlesreut...

      

                HaJü Hödl

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OV-Sprecherin:   Inge Ilg

OV-Sprecher:      Hans-Jürgen Hödl

Schriftführer:      Alexander Fürst

Müllsammelaktion in Perlesreut

Auf dem Foto: (von links) Peter, Jonas, Marion, HaJü und Inge

Nicht nur Reden – Anpacken war die Devise. Perlesreut wurde am Marktplatz und am Busbahnhof vom Müll befreit.

Marion & HaJü beim politischen Aschermittwoch der Grünen in Landshut.

 Viel Input für die Politik vor Ort. Natürlich gab es ein „Promi-Foto“ mit Ludwig Hartmann (Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bayr. Landtag).

Landesvorsitzende zu Besuch.

Perlesreut. Die Landesvorsitzende der Grünen Eva Lettenbauer war zu Besuch in Perlesreut und sprach bei einem sogenannten Wirtshaus-Townhall-Talk unter anderem über die Themen Frauen und Minderheiten in der Politik, Mobilität und Rechtsruck im Landkreis, wie es in einer Mitteilung der Grünen heißt.
Zu Beginn begrüßte Grünen-Landratskandidat HaJü Hödl die Gäste mit Zitaten von Kommunalpolitikern aus dem Landkreis. Unter anderem seien dabei Äußerungen Lettenbauers ehrabschneidend und beleidigend kommentiert worden.

Marion Kretschmer von den Perlesreuter Grünen wiederum stellte fest, dass auf manchen Partei-Listen nur zwei Frauennamen stehen: "Aber ein Rat soll doch die Gesellschaft abbilden?"

Eva Lettenbauer berichtete, dass nicht einmal 30 Prozent Frauen im bayerischen Landtag vertreten sind. "Frauen müssen gefördert werden, denn die Hälfte der Macht, die gehört den Frauen. Wenn man die Hälfte aller Listen mit Frauen besetzt, wird man wie bei uns Grünen sehen, dass auch mehr Frauen in den Parlamenten vertreten sind." Der Weltfrauentag stehe vor der Tür, und immer noch würden Frauen schlechter bezahlt und müssten sich mit Vorurteilen auseinandersetzen. Auch Alleinerziehende würden zu wenig von der Politik beachtet und gefördert. Es müsse ein Umdenken in der Gesellschaft stattfinden.

"Das jahrelange Vorleben und Hochhalten von Frauenrechten bei uns ist essenziell. Frauen und Minderheiten werden schon immer von uns unterstützt", so Lettenbauer.

Auch weitere Themen wurden während des MdL-Besuchs besprochen, etwa die Sorge über einen Rechtsruck in der Region: "Wir haben den höchsten AfD-Wähleranteil in ganz Bayern. Auch in einem CSU Ortsverband in Jandelsbrunn kam es bereits zu zwei Fällen mit rechtem Gedankengut", berichtete Marion Kretschmer. "Wir fordern eine ganz klare Kante gegen Rechts", waren sich alle einig.

Wie es weiter in der Pressemitteilung heißt, wurde auch "der faktisch kaum vorhandene ÖPNV im Landkreis" thematisiert. "Die Ilztalbahn muss reaktiviert werden, auch der Gerichtsstandort Freyung ist durch eine zu schlechte Anbindung gefährdet", sagte Hödl. "Klimaschutz, Mobilität, Wohnungsbau – plötzlich ist alles auf Wahlplakaten anderer Parteien zu lesen. Bei uns sind diese Themen nicht nur ein Wahlkampfthema, sondern eine Zukunftsaufgabe", so Hödl. − pnp

Quelle: Passauer Neue Presse vom 07.03.2020

Wir danken der PNP für die freundliche Genehmigung der kostenlosen Nutzungsrechte auf unserer Website.

50 Prozent Frauenquote bei den Grünen

Bei der Kandidatenkür: Rosi Steinberger MdL (l.), Erhard Grundl MdB (vorne, 2.v.l.), Landratskandidat HaJü Hödl (vorne, Mitte) mit den Kandidat*innen, Kreisrät*innen und Kreisvorsitzenden von Frg-Gra und Passauland - Foto: Schoyerer

Erster Ortsverband in FRG stellte Liste für den Gemeinderat in Perlesreut auf

Perlesreut. Der erste Freyung-Grafenauer Ortsverband der Grünen in Perlesreut hat am seine Kandidatenliste für die Kommunalwahl vorgestellt – und die Hälfte davon mit Frauen besetzt. Als Ehrengäste im Wirtshaus Hafner berichtete MdL Rosi Steinberger aus dem bayrischen Landtag und MdB Erhard Grundl aus dem Bundestag. Als Ortssprecher stellten Inge Ilg und Landratskandidat HaJü Hödl das Wahlprogramm für die Marktgemeinde vor.

„Der ÖPNV hier ist eine Katastrophe. Die Nachbarorte sollten besser verbunden werden. Jemand aus Oberanschiessing kommt ohne Auto kaum bis nach Marchetsreut. Mobilität muss für jeden gewährleistet werden, für Senioren, Schüler und auch für bedürftigere Mitmenschen“, so die Aussage. Auch der Tierschutz komme bei uns viel zu kurz. Man solle gemeindeübergreifend nach Lösungen zur Katzenkastration beitragen.

In Sachen Umweltschutz sei in Perlesreut noch sehr viel Luft nach oben. Plastik sollte reduziert werden, ein Projekt für die komplette Gemeinde in Sachen Aufklärung zur Müllvermeidung in Zusammenarbeit mit allen ansässigen Firmen wäre ein guter Anfang, wurde betont. Auch die Ortsmitte sollte mit einigen Bäumen und Grünflächen ein Ort der Begegnung werden. „Lieblingsorte schaffen – ein Herzensprojekt“, wie es Inge Ilg betonte.

„Es ist Zeit für frischen Wind. Mehr Freizeitangebote für Jugendliche sollten das Ziel sein. Das Kulturangebot ist überschaubar und spricht viele nicht an. Ein parteiübergreifender Ausschuss für Jugend- und Kulturarbeit wäre ein Anfang. Auch die Vereine vor Ort sollten von der Gemeinde mehr gefördert werden“, betonte Hödl. Und: „Eine klare Kante nach rechts sollte selbstverständlich sein.“

Ein besonderes Anliegen sei die politische Aufklärung bei Jung und Alt. Es gebe viel zu wenig Frauen in der Kommunalpolitik. „Andere Parteien sollten sich bei uns mal ein wenig was abschauen“, stellte HaJü Hödl augenzwinkernd fest, denn: „Unsere Liste wird mit 50 Prozent Frauen besetzt, weil es so sein sollte, und weil wir hier leben. Der Gemeinderat muss ein Abbild der Gesellschaft sein.“ Das wurde mit großem Applaus aller Anwesenden unterstützt.

DIE KANDIDATEN  

Marion Kretschmer, Hans Jürgen, HaJü Hödl, Inge Ilg, Peter Kretschmer, Gordana Soronja, Alexander Fürst, Sibylle Finster, Terence Fürst, Monika Ratzinger-Hafner, Marcel Finster, Elisabeth Hafner-Seidl, Harald Keller, Rosina Lang, Josef „Sepp“ Ilg, Ersatzkandidatin: Sandra Prent.

 

Quelle: Passauer Neue Presse vom 10.01.2020

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Grüne Welle erreicht das Land

HaJü Hödl (vorne), Inge Ilg (3.v.l.) und Alexander Fürst (3.v.r.) bilden den Vorstand des Grünen-Ortsverbands. Flankiert werden sie (v.l.) von den MdL‘s Toni Schuberl, Tessa Ganserer, Landesvorsitzendem Eike Hallitzky und Bezirksvorsitzendem Jens Schlüter. ?Foto: Meyer

In Bayern sind sie seit der Landtagswahl zweitstärkste Kraft, in bundesweiten Umfragen nur noch knapp hinter der Union – keine Frage, die Grünen befinden sich derzeit auf einem Höhenflug. Und das nicht nur auf Landes- oder Bundes-, sondern auch auf kommunaler Ebene. 85 Grüne-Ortsverbände seien seit der letztjährigen Landtagswahl alleine in Bayern gegründet worden, sagt der Landesvorsitzende Eike Hallitzky stolz. Nun erreicht die "grüne Welle" auch den Landkreis Freyung-Grafenau: In Perlesreut wurde der erste Ortsverband im Landkreis gegründet. Geführt wird dieser von HaJü Hödl und Inge Ilg. Alexander Fürst komplettiert als Schriftführer das Vorstands-Trio.

"Es ist eigentlich eine Sensation. Vor zehn Jahren wurden für unsere grünen Ideen noch belächelt und nun haben wir auch im Bayerischen Wald Ortsverbände. Wir sind auf dem Land angekommen", freut sich der Bezirksvorsitzende Jens Schlüter. Er kam ebenso wie Hallitzky und die beiden Landtagsabgeordneten Toni Schuberl und Tessa Ganserer zur Gründung ins Gasthaus Hafner. Knapp 40 weitere Gäste, darunter auch Nicht-Mitglieder, sorgten dafür, dass der Nebenraum fast zu klein wurde. "Daran sieht man, wie groß das Interesse ist",sagte Hallitzky.

 

Als Grund für den Höhenflug seiner Partei macht der Landesvorsitzende die gesellschaftspolitischen Entwicklungen im vergangenen Jahr aus. Die Fridays for Future-Bewegung, die Diskussion um das Polizeiaufgabengesetz, die klare Haltung gegen Rechts - all das spiele den Grünen in die Karten. "Wir bestimmen die politische Debatte, sei es beim Klimaschutz, beim Artenschutz oder bei Fragen des sozialen Zusammenhalts." − anm

Quelle: Passauer Neue Presse vom 06.09.2019

"Ein bisserl Grün schadet nicht": HaJü gründet 1. Ortsverband in FRG

Niemals ohne: Hund Barney (links) und Hündin Coco sind immer dabei, wenn HaJü Hödl unterwegs ist. Der gebürtige Passauer hat sich in Perlesreut sofort wohl gefühlt – aber am Marktplatz (Bildhintergrund) gibt es einfach viel zu wenig Grün, findet er. Foto: Jahns

HaJü Hödl zieht nach Perlesreut – und gründet dort den ersten Grünen-Ortsverband im Landkreis

Von Jennifer Jahns


Perlesreut. „All eyes on us“ steht als Tattoo auf der Brust von HaJü Hödl. Und tatsächlich sind einige Augen auf ihn gerichtet, wenn er mit seinen beiden Hunden im Arm, die Beine bunt tätowiert und die Haare in wechselnden Farben über den Perlesreuter Marktplatz geht. Der 37-Jährige zieht gerade in die Marktgemeinde. Und dort hat er viel vor: Hödl möchte den ersten Grünen-Ortsverband im Landkreis Freyung-Grafenau gründen.
Warum? Da muss Hödl im PNP-Gespräch ein bisschen ausholen. „Den Ausschlag haben die Ergebnisse der Bundestagswahl vor zwei Jahren gegeben. Der starke Rechtsruck, außerdem die Tatsache, dass ökologisch nichts vorangeht – da dachte ich mir, es wäre an der Zeit, selbst politisch aktiv zu werden.“ Der Noch-Passauer trat daraufhin dem Kreisverband der Passauer Grünen bei.
Zwei Gründe haben ihn dann aber mehr und mehr aufs Land verschlagen: Seit sieben Jahren ist Hödl Kino-Leiter in Freyung, dadurch wurde der Weg quasi geebnet. Und sein Lebenspartner Alexander Fürst stammt aus Perlesreut. Gemeinsam haben sie vor einiger Zeit beschlossen, zurück in Alexanders Heimatort zu ziehen. Derzeit erfolgt der Umzug von Passau in die Marktmitte von Perlesreut.

Hödl: Zu wenige Frauen und Junge in der Politik
 Der Ort habe ihm sofort gefallen, sagt Hödl. „Es ist eine sehr süße Gemeinde, mit tollem gastronomischen Angebot und einer guten Lage mittig im Landkreis.“ Aber es fehle eben auch an manchen Punkten: „Wie in fast allen Gemeinden wurde der soziale Wohnungsbau verschlafen. Wenn man wachsen will, braucht man aber Wohnraum – für alle finanziellen Schichten.“ Und ganz allgemein aber auch speziell für Perlesreut meint er: „Sowohl was den Marktplatz aber auch politische Entscheidungen betrifft: Ein bisserl Grün würde oft nicht schaden.“ So findet er, dass in der Marktmitte deutlich zu wenig Bäume oder Grünflächen zu finden sind – „gerade an heißen Tagen würde das das Klima im Ort angenehmer machen, nachweislich die Temperatur leicht senken“.
Dass er nun direkt einen Grünen-Ortsverband gründet, war eher den Umständen geschuldet: „Als ich durch den Umzug nach Perlesreut auch den Kreisverband wechseln musste, hab’ ich festgestellt, dass es ja nicht mal einen Ortsverband gibt.“ Da stand der Entschluss für die Gründung recht schnell fest. Die entsprechende Versammlung soll Anfang September stattfinden (siehe unten). Einige Interessierte konnte Hödl bereits für den neuen Ortsverband gewinnen, weitere sollen gerne noch folgen.

Wegzug wegen Mobbings: „Das darf nicht passieren“
 Und: „Ich finde es schade, dass im Landkreis so wenige Frauen und junge Leute politisch engagiert sind“, sagt der 37-Jährige. „Die meisten Gremien sind sehr männerlastig und vom Altersschnitt recht hoch. Dabei sollten die Stadt- oder Gemeinderäte ja die Bevölkerung abbilden – dementsprechend müssten eigentlich 50 Prozent der Räte Frauen sein.“ Diese Quote würde er gerne für seinen Ortsverband sehen.
Und er hofft auf mehr junge Leute in der Politik: „Man sollte den Jungen mehr zutrauen und zuhören.“ So könnte er sich für Perlesreut alternative, weltoffene Festivals vorstellen, bei denen sich junge Bands präsentieren können – dies widerspreche sich keinesfalls mit der Tradition, die ebenso wichtig sei, sagt Hödl. Weitere Ziele, die der 37-Jährige gerne in Perlesreut umsetzen möchte: Den Plastikverbrauch reduzieren, einen Wochenmarkt mit regionalen Anbietern initiieren, das Wir-Gefühl stärken, den ÖPNV verbessern („der ist aktuell eine mittelschwere Katastrophe“) und jeden nach seiner Façon glücklich werden lassen.
 „Leben und leben lassen“ – das ist Hödl wichtig. So finde er es nicht richtig, dass sich die aktuelle Politik in der Region nicht zu Minderheiten äußert. „Ich weiß von vielen Homosexuellen, die vom Land in die Stadt gezogen sind, weil sie in ihrem Dorf gemobbt wurden.“ Gerade in Zeiten von Landflucht, in denen man junge Leute halten möchte, dürfe so etwas nicht passieren.
Und wie geht er persönlich damit um? Als bunter Hund – dazu noch zwei Hunde an der Leine oder auf dem Arm – fällt Hödl erstmal auf in Perlesreut. „Aussehen oder Sexualität haben nichts mit Politik zu tun. Da sollte es nur um Inhalte gehen.“
Und um Opposition. Um solch eine gehe es ihm nämlich auch. „Zusammenarbeit ist wichtig. Aber es braucht auch eine gesunde Opposition. Im echten Leben ist man ja auch nicht immer einer Meinung. Ohne Opposition ist das politische Leben doch langweilig.“

Grüne Forderungen ja – aber mit Bodenhaftung
 Auch wenn Hödl grüne Themen nach vorne bringen möchte − er wisse auch, dass man bei manchen Forderungen nicht realitätsfern werden darf: „Natürlich fände ich es gut, wenn man aufs Auto verzichten könnte. Aber aktuell ist der ÖPNV eben noch nicht so weit. Was würde es da bringen, zu rufen: ,Schafft alle Autos ab!‘?“ Vielmehr hoffe er auf einen Regelverkehr der Ilztalbahn, „damit wäre ein wichtiger Schritt getan“.
Hödl hofft, dass der Perlesreuter Ortsverband nur ein Anfang ist: „Vielleicht lassen sich ja noch andere Orte von dem frischen Wind anstecken.“ In Perlesreut wolle man jedenfalls nach der Gründung monatliche Stammtischrunden abhalten, an denen über grüne Themen gesprochen wird – „und zu denen jeder kommen und mitreden kann“. Sein Ziel: „Ehrliche Politik, die nah am Bürger ist.“ Aber das will doch jeder...? „Stimmt. Aber wir meinen’s ernst“, sagt Hödl. „Wir tun uns leicht: Wir sind ganz neu, stecken noch nicht drin in der örtlichen Politik – und können dementsprechend unbequeme Fragen stellen.“
Er macht sich nichts vor: „Als Grüner am Land musst du sowieso davon ausgehen, dass du viel Gegenwind bekommst. Aber jeder kann mit uns das Gespräch suchen; um eventuell mit ein paar Klischees aufzuräumen – oder um sie bestätigt zu sehen.“

GRÜNDUNGSTERMIN
 Am 5. September um 19 Uhr findet die Gründungsversammlung des Perlesreuter Grünen-Ortsverbands im örtlichen Gasthaus Hafner statt. Alle Interessierten sind dazu eingeladen. HaJü Hödl, der neben einer Frau Sprecher des neuen Ortsverbands werden wird, bittet zur besseren Planung vorab um kurze Info per Mail unter hj.hoedl(at)live.de

Und die Wahlen...?

Die Zeit ist fast ein bisschen knapp – und trotzdem: Will Hödl mit den örtlichen Grünen bereits im kommenden Jahr bei den Kommunalwahlen aktiv werden? „Ja“, sagt er ganz klar. „Wir werden in Perlesreut mit einer Liste antreten.“ Eine Bürgermeisterwahl steht dann ja nicht an: Gerhard Poschinger wurde erst im Januar außertourlich gewählt – deshalb könne und wolle Hödl zu dessen Politik noch gar nichts sagen.
Der 14-köpfige Gemeinderat wird jedoch neu gewählt. Hödl ist zuversichtlich: „Wir hoffen auf einen Platz im Gemeinderat. Aber wenn’s 14 werden, sind wir auch nicht böse...“

Quelle: Passauer Neue Presse vom 07.08.2019

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