Gerne laden wir euch zu unserem monatlichen Stammtisch ein: am Sonntag, den 15.02.2026 um 19:00 Uhr im Gasthaus Klessinger. Dort habt ihr die Möglichkeit, in gemütlicher Runde mehr über unseren Ortsverband zu erfahren und euch zu grünen Themen auszutauschen.
Wir freuen uns auf eure Teilnahme und einen regen Austausch!
Sonntag, 15.03.2026
19:00 Uhr
Gasthaus Klessinger (Hauptstraße 31, 94163 Saldenburg/Hundsruck)
Der geplante Neubau des Wasserkraftwerks an der Dießensteiner Mühle an der Ilz steht in einem fundamentalen Spannungsverhältnis zwischen dem Wunsch nach lokaler regenerativer Energieerzeugung und der zwingenden Bewahrung eines einzigartigen und besonders schützenswerten Naturerbe. Die vorliegende Abwägung der Fakten zeigt, dass der Eingriff in die Ökologie und den Wasserhaushalt der Ilz in keiner Weise durch den marginalen energiewirtschaftlichen Nutzen zu rechtfertigen ist.
Der Um- bzw. Neubau des Wasserkraftwerks Dießensteiner Mühle ist angesichts des marginalen energiewirtschaftlichen Beitrags und der unwiderruflichen Zerstörung eines nationalen Naturerbes (FFH-Gebiet, Fluss des Jahres) abzulehnen.
Die staatliche Politik sollte sich darauf konzentrieren, die Energiewende durch PV-Anlagen, Speicher und Windkraft an ökologisch unbedenklichen Standorten voranzutreiben, anstatt die letzten freifließenden Flüsse Bayerns für einen symbolischen Energiegewinn zu opfern.
Was passiert mit der Photovoltaikanlage, wenn nach 20 Jahren die staatliche Förderung ausläuft? Diese Frage lockte am 27. Januar fast 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger in das voll besetzte Vollath-Hanse-Haus. Unter dem Titel „Ihre Photovoltaikanlage wird 20 Jahre? Sinnvoller und wirtschaftlicher Weiterbetrieb ist möglich!“ informierten Experten über die Zukunft der regionalen Energiegewinnung. Das Besondere an diesem Abend war nicht nur das Thema, sondern auch die gemeinsame Organisation: Ursprünglich vom Ortsverband der Grünen initiiert, wurde die Veranstaltung aufgrund ihrer Bedeutung über Parteigrenzen hinweg gemeinsam mit der CSU, den Freien Wählern und der Gemeinde Zenting realisiert.
Vom Einspeiser zum Eigenverbraucher
Den theoretischen Rahmen steckte die Organisation C.A.R.M.E.N. e.V. aus Straubing ab. Der Experte zeigte auf, dass gerade für kleinere Haushaltsanlagen der Wechsel von der Volleinspeisung zur Eigennutzung der wirtschaftlichste Weg ist. Ob durch den Einsatz von Wärmepumpen, Heizstäben zur Warmwasserbereitung oder das Laden von E-Autos – die Devise lautet: „Selbst verbrauchen statt günstig abgeben“.
Intelligente Speicherlösungen aus der Region
Die Firma Fenecon aus Iggensbach vertiefte die Praxis und präsentierte moderne Stromspeichersysteme. Während bei Privathaushalten die Maximierung des Eigenverbrauchs im Vordergrund steht, bieten Speicher für größere Anlagen zusätzliche Chancen: Sie ermöglichen es, Strom zeitversetzt ins Netz einzuspeisen, um die Phasen extrem niedriger Börsenpreise zu umgehen. Auch Konzepte wie Mieterstrom wurden als attraktive Optionen für größere Immobilien vorgestellt.
Zukunftsthema Nachbarschaftsstrom und Dorfspeicher
Ein reges Interesse zeigten die Teilnehmer an Modellen wie dem Nachbarschaftsstrom oder der Direktvermarktung im Dorf. Auch die Idee eines zentralen Dorfspeichers für Zenting, an den auslaufende Anlagen gekoppelt werden könnten, wurde diskutiert. Hier mussten die Experten jedoch auf die aktuelle Gesetzeslage verweisen: „Es bestehen derzeit noch regulatorische Hürden. Wir erwarten für Mitte 2026 Lockerungen durch den Gesetzgeber, deren genaue Ausgestaltung aber noch abzuwarten bleibt“, so der Tenor des Abends.
Fazit: Wir bleiben am Ball
Trotz einiger noch offener Detailfragen durch die schwebende Gesetzgebung war die Resonanz durchweg positiv. Die überparteiliche Zusammenarbeit unterstrich, dass die Energiewende vor Ort ein gemeinsames Anliegen ist. „Die Veranstaltung hat gezeigt, wie groß der Informationsbedarf ist. Wir werden die gesetzlichen Entwicklungen im Auge behalten und planen bereits jetzt, die Bürgerinnen und Bürger in einer Folgeveranstaltung über die neuen Möglichkeiten ab Mitte 2026 zu informieren“, versicherten die Organisatoren abschließend.
Hier finden Sie die Präsentationen:
- Neuigkeiten und aktuelles bei FENECON 2026 - Maximilian Schlegl (FENECON)
- Möglichkeiten für ausgeförderte PV-Anlagen - Julian Müller (C.A.R.M.E.N. e.V. / LandSchafftEnergie)
Der Grüne Ortsverband Sonnenwald-Dreiburgenland setzte im Januar seine Informationsreihe zum Thema Energie mit zwei hochkarätig besetzten Veranstaltungen fort. Während es am ersten Abend um die praktische Umsetzung der Wärmewende im Altbau und Bestandsgebäuden ging, stand beim zweiten Termin die ökologische Bedeutung der heimischen Fließgewässer im Zusammenhang mit der Wasserkraft im Fokus.
Wärmepumpen: Die Zukunft im Altbau ist machbar
Am 12. Januar 2026 versammelten sich über 30 Interessierte, um sich über den Einsatz von Wärmepumpen in Bestandsgebäuden zu informieren. Tobias Doblinger vom Kompetenzzentrum C.A.R.M.E.N. e.V. (Straubing) legte das theoretische Fundament. Er erläuterte die rasante Entwicklung des Heizungsbestandes und die aktuellen Fördermöglichkeiten. Sein Fazit war deutlich: „Die Wärmepumpe hat sich deutschlandweit bereits bei Neubauten durchgesetzt und auch bei auch beim Heizungstausch wächst der Anteil der Wärmepumpen stetig – und das nicht allein wegen der Förderung, sondern weil die Bürger erkennen, dass es in sehr vielen Fällen die beste und sparsamste Lösung für die Zukunft und ihr Haus ist.“ - Tobias Doblinger
Dass Theorie und Praxis im Bayerischen Wald Hand in Hand gehen, bewies Helmut Maier (Haustechnik Maier, Zenting). Mit Fotos realisierter Anlagen zeigte er, dass moderne Wärmepumpen nicht nur leise arbeiten, sondern auch bei komplizierten Altbauten ästhetische und effiziente Lösungen bieten. „Ein Betrieb, der Wärmepumpen installiert, benötigt ein gutes Fachwissen und muss jedes Projekt individuell betrachten. Dann lässt sich aber für jedes Haus und auch Altbauten immer eine gute Lösung finden“, so der Fachmann. Die spürbare Begeisterung der Referenten übertrug sich auf das Publikum, was zu einer angeregten Diskussion und einem regen Erfahrungsaustausch im Anschluss führte.
Wasserkraft im Fokus: Schutz der „Perle“ Ilz
Am 15. Januar folgte ein Themenstammtisch zur Wasserkraft, bei dem die Expertin Sabine Neuwerth tiefe Einblicke in die Planung von Großprojekten wie dem Riedl-Speicher und den Kraftwerken am Inn gab. Kritisch diskutiert wurde vor allem der Neubau an der Dießensteiner Mühle. Die Teilnehmenden waren sich einig: Der Eingriff in das Naturschutzgebiet Ilz stehe in keinem Verhältnis zum minimalen energetischen Ertrag. Durch die Ausleitung würde die Ilz über weite Strecken zu einem ökologisch kritischen „Rinnsal“ degradiert.
Besonderes Augenmerk galt bedrohten Arten wie dem Huchen, für den die Ilz eines der letzten Gebiete mit einer sich selbst vermehrenden Population in Bayern darstellt. Auch die Landratskandidatin der Grünen, Sigi Bartl, fand klare Worte zum Schutz des Flusses: „Die Ilz ist wahrhaftig eine Perle – einer der letzten freifließenden Flüsse Deutschlands, europäisches Schutzgebiet und wichtiges Naherholungsgebiet. Hier für vernachlässigbare Energiemengen solche ökologischen Schäden zu verursachen, ist mehr als fahrlässig.“
Als Alternative wurde auf die Modernisierung von bestehenden Großkraftwerken an Donau und Inn verwiesen. Bereits die Leistungssteigerung an einem einzigen großen Standort könne den Ertrag fast aller Kleinkraftwerke im Bayerischen Wald ersetzen, ohne neue Ökosysteme zu zerstören.
Der Ortsverband freut sich über die hohe Resonanz!
Hier finden Sie die Präsentation:
- Wärmepumpen im Bestand - Tobias Doblinger (C.A.R.M.E.N.)

01.05.24 –
Der Deutsche Erdüberlastungstag ist am 2. Mai 2024 und erinnert uns daran, dass wir mit unseren Ressourcen sorgsam umgehen müssen. Jeder Einzelne kann mit kleinen Veränderungen im Alltag seinen Beitrag zu einem nachhaltigeren Lebensstil leisten.
Hier einige konkrete Ideen, wie Ressourcen gespart werden können:
Ernährung:
Kaufe regional und saisonal: So vermeidest du lange Transportwege und unterstützt gleichzeitig die heimische Landwirtschaft. Achte auf Bio-Siegel, um nachhaltig angebaute Produkte zu erkennen. Für die Region Passauer Oberland gibt es z.B. hier einen regionalen Einkaufsführer: https://oekomodellregionen.bayern/file/833c2ec3-fd70-8905-1a59-1ab18a11c7d6.pdf/bio-regionaler-einkaufsfuehrer-passauer-oberland.pdf
Reduziere deinen Fleischkonsum: Die Fleischproduktion ist ein großer Ressourcenfresser. Probiere doch mal vegetarische oder vegane Alternativen. Es gibt viele leckere und proteinreiche Rezepte, die du entdecken kannst.
Plane deine Einkäufe: So vermeidest du spontane Impulskäufe und Lebensmittelverschwendung. Erstelle einen Einkaufszettel und halte dich daran.
Verwerte Lebensmittelreste kreativ: Aus Resten lassen sich oft noch köstliche Gerichte zaubern. Im Internet findest du viele Rezeptideen, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.
Trink (gesprudeltes) Leitungswasser statt gekauftes Mineralwasser. Das ist viel günstiger, gut kontrolliert und du sparst die Transportwege für die Wasserflaschen.
Haushalt:
Schalte Licht und Geräte aus, wenn du sie nicht benötigst: So sparst du Energie und Geld. Nutze energieeffiziente Geräte und Lampen, um deinen Energieverbrauch weiter zu senken.
Wasche Wäsche energieeffizient: Wasche deine Wäsche so kalt wie möglich und nutze die volle Beladung der Waschmaschine. Trockne deine Wäsche wenn möglich an der Luft statt im Trockner.
Dusche kürzer: Duschen verbraucht viel Energie. Dusche so kurz wie möglich und stelle den Wasserhahn beim Einseifen ab.
Nutze Wasser sparsam: Achte beim Zähneputzen, Geschirrspülen und Händewaschen darauf, dass der Wasserhahn nicht unnötig läuft.
Vermeide unnötigen Plastikmüll: Kaufe Produkte unverpackt oder in Mehrwegbehältern. Nutze eine Mehrwegflasche statt Einwegflaschen und einen Stoffbeutel statt Plastiktüten.
Trenne den angefallenen Müll richtig: Informationen zur richtigen Mülltrennung im Gebiet der ZAW Donau-Wald findest du hier:
Mobilität:
Nutze - falls möglich - das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel: Lass das Auto öfter stehen und tue etwas für deine Gesundheit und die Umwelt. In größeren Städten ist dies natürlich einfacher. Die grüne Vision für ein effizientes Nahverkehrssystem auch in Niederbayern und im Bayerischen Wald findest du unter: https://toni-schuberl.de/fileadmin/Speicherplatz/bayern/personen/toni-schuberl.de/Bilder/Publikationen/230102_BAHNBROSCHUERE_Stand_0118_FINAL_mini.pdf
Wenn du das Auto nutzen musst, fahre spritsparend: Vermeide unnötiges Gasgeben und Bremsen. Fahre vorausschauend und nutze die Motorbremse.
Bilde Fahrgemeinschaften: Teile die Fahrt zur Arbeit oder in die Freizeit mit anderen, um Benzin zu sparen.
Nutze, wo es geht, Carsharing oder Leihräder: Für Gelegenheitsfahrten oder in Kombination mit Zugfahrten ist Carsharing oder ein Leihfahrrad oft eine gute Alternative zum eigenen Auto.
Konsum:
Kaufe langlebige Produkte: Investiere lieber in Qualität statt Quantität. So vermeidest du unnötigen Müll und sparst auf lange Sicht Geld.
Kaufe Secondhand: Kleidung, Möbel und andere Gegenstände lassen sich oft gut gebraucht kaufen. So sparst du Geld und Ressourcen.
Repariere defekte Gegenstände: Statt Dinge wegzuwerfen, versuche sie zu reparieren. So vermeidest du unnötigen Müll und schonst deinen Geldbeutel.
Vermeide unnötige Verpackungen: Kaufe Produkte unverpackt oder in Mehrwegbehältern. Nutze eine Mehrwegflasche statt Einwegflaschen und einen Stoffbeutel statt Plastiktüten.
Wirf deine Zigarettenkippen nicht in die Natur, sondern in den nächsten Mülleimer oder nimm dir einen Taschenaschenbecher mit. So schützt du die Umwelt, die Tierwelt und deine Mitmenschen vor den schädlichen Giften einer Kippe.
Garten:
Lass verblühte Stauden über den Winter stehen und lasse Laubhaufen liegen. So bietest du Insekten und Tiere Nahrung und Unterschlupf.
Vermeide künstliche Dünger und verwende stattdessen lieber natürliche Dünger wie Brennesseljauche
Vermeide Rasenmähroboter und wenn du ihn doch nutzen willst, dann lass ihn nachts bitte aus! Die Igel und andere Tiere werden es dir danken.
Nutze torffreie Blumenerde, um Moore vor schädlichem Abbau zu schützen
Nutze zum Pflanzengießen Regenwasser statt Leitungswasser. Stelle dafür Regentonnen auf oder nutze eine Zisterne.
Literaturtipp dazu: “Der Biogarten” von Marie-Luise Kreuter, ISBN: 978-3-8354-1693-2
Ausflüge:
Nimm deinen Müll immer mit nach Hause und lass ihn nicht in der Natur liegen.
Ausflugstipp: Das Nawareum in Straubing ist ein Mitmach-Museum zum Thema Nachwachsende Rohstoffe und regenerative Energien.
Literaturtipp: “Die schönsten Erlebnistouren für Zwergerl im Bayerischen Wald” von Herwig Slezak, ISBN: 978-3862460939
Engagement:
Informiere dich über nachhaltige Lebensweise: Es gibt viele Informationsquellen zu den Themen Umwelt- und Ressourcenschutz. Lies Bücher, Artikel oder besuche Websites, um mehr zu erfahren. Einige Empfehlungen für Websites findest du ganz unten.
Diskutiere mit anderen über Nachhaltigkeit: Tausche dich mit Freunden, Familie und Bekannten über nachhaltige Lebensweise aus. So kannst du andere inspirieren und etwas bewegen.
Unterstütze nachhaltige Unternehmen und Organisationen: Kaufe bei Unternehmen, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen. Unterstütze Organisationen, die sich für den Schutz der Umwelt einsetzen.
Engagiere dich politisch für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Gib deine Stimme bei der Europawahl am 9. Juni einer Partei, die sich für aktiven Klimaschutz stark macht.
Jeder Einzelne kann mit diesen kleinen Veränderungen einen Beitrag zu einem nachhaltigeren Lebensstil leisten. Gemeinsam können wir etwas bewegen und die Zukunft unseres Planeten schützen!
"Helf ma zam" - Packen wir es gemeinsam an!
Weitere Informationen:
SprecherInnen:
Hanna Zintel (hanna.zintel@gruene-frg.de)
Kathrin Behringer (Kathrin.behringer@gruene-frg.de)
Schriftführerin: Esther Demont (esther.demont@gruene-frg.de)
BeisitzerInnen:
Anna-Maria Behringer-Hemmel
Martina Thurnreiter
Roula Yassin
Tobias Knoll
Ulrich Matschke
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